WEBVTT


1
00:00:05,320 --> 00:00:10,960
[Auto-generated transcript. Edits may have been applied for clarity.]
Ich würde jetzt auch tatsächlich gleich starten, indem ich mal die Präsentation mit Ihnen teile.

2
00:00:11,770 --> 00:00:18,070
Das allererste, was ich aber gerne machen würde, ist, dass ich Ihnen hier in den Chat noch ein kleines Glossar poste.

3
00:00:18,100 --> 00:00:25,209
Ich habe in der Präsentation ein paar Akronyme drinnen und ich habe mir gedacht, der Einfachheit halber,

4
00:00:25,210 --> 00:00:32,140
das jeder auch mal gleich mitschauen kann, schreibe ich das jetzt hier in den Chat noch mal hinein, damit sie hier mit schauen können.

5
00:00:32,890 --> 00:00:36,040
Und jetzt eben auch zu meiner Präsentation.

6
00:00:38,350 --> 00:00:42,020
Ich hoffe, das kann jetzt jeder sehen. Ja, wunderbar.

7
00:00:42,100 --> 00:00:46,130
Okay, ich kriegte ein Nicken. Sehr gut. Also, ähm.

8
00:00:46,180 --> 00:00:51,969
Blended Learning. Eben nicht als isoliertes Lehr- und Lernkonzept für einzelne Lehrveranstaltungen,

9
00:00:51,970 --> 00:00:57,890
sondern tatsächliches, Curricula festgelegtes Konzept mit seinen Aspekten,

10
00:00:58,120 --> 00:01:03,130
Umsetzungskriterien, Voraussetzungen und vor allem und das ist mir auch ganz besonders wichtig,

11
00:01:03,400 --> 00:01:11,740
wie man hier auch in die Qualitätssicherung gehen kann. Sie haben es gerade gehört. Ich bin an der Fachhochschule Salzburg tätig.

12
00:01:11,740 --> 00:01:15,490
Ich bin dort Fachbereichsleiterin und Senior Lecturer für den Bereich

13
00:01:15,490 --> 00:01:19,900
Interkulturelle Kommunikation und Management im Department of Business und Tourism.

14
00:01:20,170 --> 00:01:25,990
Der Studiengang, um den es heute sehr viel gehen wird, ist KMU Mangement & Entrepreneurship,

15
00:01:26,380 --> 00:01:31,930
den wir konzipiert haben, eben mit einem durchgängigen Blended Learning Konzept.

16
00:01:32,770 --> 00:01:35,890
Ich werde dazu auch sehr detailliert noch etwas sagen,

17
00:01:36,130 --> 00:01:44,440
will aber sehr gerne zuerst starten mit einem Überblick, was denn dieser Vortrag heute auch umfassen wird.

18
00:01:44,800 --> 00:01:51,190
Und der erste Aspekt, auf den ich gerne noch einmal eingehen würde ist, was ist eigentlich Blended Learning?

19
00:01:51,970 --> 00:01:58,910
Ähm, das ist auch ein sehr stark erfahrungsgeprägter Aspekt und darum ist mir das auch wichtig, das hier nochmal einzubringen.

20
00:01:58,930 --> 00:02:05,950
Es hat nämlich jeder ein bisschen ein anderes Verständnis davon, was Blended Learning tatsächlich ist und für den Zweck dieses Vortrags.

21
00:02:05,950 --> 00:02:14,890
Und damit Sie eben auch verstehen, wie wir das umgesetzt haben, bei uns an der Fachhochschule Salzburg möchte ich das gerne noch einmal darlegen.

22
00:02:16,180 --> 00:02:18,819
Ähm, dann würde ich ganz gerne darauf eingehen,

23
00:02:18,820 --> 00:02:26,260
welche Ziele und Stakeholder überhaupt hier eine Rolle spielen, was wichtig ist, was man bedenken sollte,

24
00:02:26,260 --> 00:02:29,920
wen man berücksichtigen sollte, welche Rollen wichtig sind,

25
00:02:30,400 --> 00:02:36,550
damit das als curriculare Konzept funktionieren kann und vor allem auch, welche Spannungsfelder es geben kann.

26
00:02:37,540 --> 00:02:44,859
Da gibt es nämlich schon einiges auch zu bedenken. Ich werde Ihnen ein bisschen erläutern, was wir gelernt haben,

27
00:02:44,860 --> 00:02:52,930
was bei der Implementierung wichtig ist und dann eben auch noch auf die Evaluierung und Qualitätssicherung im allgemeinen etwas eingehen.

28
00:02:53,410 --> 00:03:03,819
Und ich würde sagen ungefähr, ein drittel bis zur hälfte der Zeit werde ich dann dem Umsetzungsbeispiel widmen und Ihnen wirklich genau darstellen.

29
00:03:03,820 --> 00:03:10,570
Noch einmal, wie wir insbesondere eben auch Qualitätssicherung bei unserem Studiengang etabliert haben,

30
00:03:10,930 --> 00:03:13,780
damit das tatsächlich ein messbares Instrument wird.

31
00:03:13,780 --> 00:03:20,769
Auch diese Lehrplanung und diese Lehrumsetzung im Blended Learning Format, Wie es Herr Bäppel vorher schon erwähnt hat,

32
00:03:20,770 --> 00:03:24,249
haben wir dann eben auch noch 30 Minuten Zeit für eine Diskussion und ich freue

33
00:03:24,250 --> 00:03:28,420
mich schon sehr auf Ihre Fragen und Anregungen bzw auf unsere Diskussion,

34
00:03:28,420 --> 00:03:34,030
die wir dann haben werden. So, dann gehen wir weiter.

35
00:03:34,030 --> 00:03:37,030
Was ist denn nun wirklich Blended Learning?

36
00:03:37,030 --> 00:03:45,069
Blended Learning ist ein Konzept, das mediengestütztes und vor allem auch selbstgesteuertes Lernen,

37
00:03:45,070 --> 00:03:48,520
also der Zeitpunkt des Lernens, kann mitbestimmt werden.

38
00:03:48,520 --> 00:03:52,720
Oder es kann auch so weit gehen, dass es wirklich eine Content-Co-Creation gibt.

39
00:03:53,710 --> 00:03:58,150
Verbindet mit dem sozialen Lernen, dem sozialen Lernen im Hörsaal,

40
00:03:58,150 --> 00:04:03,910
wo Studierende voneinander auch lernen können, von den Lehrkräften auch lernen können.

41
00:04:04,420 --> 00:04:10,750
Und all das ist verbunden, um einen optimalen individuellen Lernerfolg zu erzielen.

42
00:04:11,230 --> 00:04:17,260
Was man aus der traditionellen Lehre ja kennt, man sitzt im Hörsaal, es wird vorgetragen,

43
00:04:17,620 --> 00:04:24,669
die Studierenden hören zu, es gibt einen Diskurs, ist ein wunderschöner Aspekt des sozialen Lernens.

44
00:04:24,670 --> 00:04:30,159
Aber er vernachlässigt ein bisschen diese Komponente auch oft der Reflexion,

45
00:04:30,160 --> 00:04:35,500
die man sehr oft in einem selbst gesteuerten Zeitraum auch durchführen sollte.

46
00:04:35,500 --> 00:04:40,600
Erst lernen die Personen also dieses sich dann in einem ruhigen Moment noch mal hinsetzen,

47
00:04:40,600 --> 00:04:44,680
eine Aufgabe bearbeiten, noch mal zu reflektieren, was hat man denn überhaupt gelernt?

48
00:04:45,070 --> 00:04:52,450
Oder eben auch überhaupt Inhalte über Medien aufzunehmen und diese Reflexion dann nachzuschalten,

49
00:04:52,450 --> 00:04:59,860
sei es eben in Form eines Flipped Classroom im Hörsaal oder sei es in mit asynchronen Aufgabenstellungen,

50
00:05:00,250 --> 00:05:07,630
die man eben auch eigenständig oder eben auch im Team oder in der Gruppe, aber trotzdem asynchron bearbeiten kann.

51
00:05:09,580 --> 00:05:15,790
Ich habe Ihnen hier noch mal kurz aufgezeichnet. Was sind denn tatsächlich die Bausteine des Blended Learning?

52
00:05:15,790 --> 00:05:19,180
Und hier haben wir vier Aspekte, die wir generell so betrachten.

53
00:05:19,600 --> 00:05:26,620
Das ist auf der einen Seite das synchrone in Präsenz lernen, also das klassische Hochschulformat,

54
00:05:26,620 --> 00:05:30,850
wo wir im Hörsaal mit den Studierenden gemeinsam Inhalte erarbeiten.

55
00:05:31,630 --> 00:05:36,910
Dann haben wir das synchrone Onlineformat.

56
00:05:37,960 --> 00:05:44,950
Hier wäre im Prinzip gemeinschaftliches Lernen aber eben im virtuellen Raum gemeint.

57
00:05:45,130 --> 00:05:56,800
Man simuliert quasi einen Hörsaal, hat den Vorteil, dass man Gruppendynamik des Lernens und diesen sozialen Aspekte auch integrieren kann.

58
00:05:57,460 --> 00:06:02,680
Möglicherweise nicht zum Gleichen bis zum zum gleichen Effekt.

59
00:06:02,680 --> 00:06:12,850
Aber man hat dafür die Möglichkeit, mehr Medien direkt in die Lehre einfließen zu lassen, dass man das vielleicht in einem Hörsaal machen könnte.

60
00:06:14,260 --> 00:06:21,140
Der dritte Aspekt, den Sie hier links unten sehen, das ist das asynchrone Online Lernen.

61
00:06:21,160 --> 00:06:32,380
Und hier geht es sehr viel um Aufgabenstellungen, um die selbstgesteuert und oft auch eben vom Zeitpunkt her selbst gewählt bearbeitet werden können.

62
00:06:32,650 --> 00:06:39,910
Klassischerweise sind hier Zeiträume definiert, währenddessen diese Aufgabenstellungen bearbeitet werden müssen.

63
00:06:41,290 --> 00:06:46,820
Und dann ein vierter Aspekt, der auch nicht vergessen werden darf, da ist das Selbststudium.

64
00:06:46,850 --> 00:06:51,759
Das Selbststudium bezeichnet beim Blended Learning eben auch diesen Aspekt,

65
00:06:51,760 --> 00:07:00,300
wo Studierende ohne Aufgabenstellungen, ohne Anleitungen auch selbst tätig werden, um sich Inhalte anzueignen.

66
00:07:00,310 --> 00:07:08,410
Das kann sein, weil Studierende vielleicht merken, dass sie irgendwo einen Wissensgap haben, den sie schließen müssen.

67
00:07:08,410 --> 00:07:14,380
Oder einfach, weil sie interessiert sind und sich weiter informieren wollen und zusätzlich austauschen wollen.

68
00:07:14,800 --> 00:07:18,490
Das sind jetzt mal so die Bausteine, die wir haben für das Blended Learning.

69
00:07:18,850 --> 00:07:20,770
Das macht's aber noch nicht komplett.

70
00:07:20,860 --> 00:07:28,360
Ein wesentlicher, wesentlicher Aspekt des Blended Learning ist nämlich auch, wie diese einzelnen Elemente getaktet sind,

71
00:07:28,750 --> 00:07:34,780
das heißt im Sinne einer zeitlichen Aneinanderreihung und wie sie orchestriert sind.

72
00:07:34,810 --> 00:07:40,810
Und das bedeutet eben, in welcher Abfolge sie stattfinden, jetzt eben nicht zeitlich, sondern methodisch gesehen.

73
00:07:43,240 --> 00:07:50,260
Ich trau mich jetzt hier mal zu sagen, dass wenn man die Aspekte der Taktung und Orchestrierung nicht berücksichtigt,

74
00:07:50,260 --> 00:07:58,120
man eigentlich kein wirkliches Blended Learning Format bespielt, sondern man hat dann einfach ein bisschen eine Mischung in der Lehre drinnen.

75
00:07:58,330 --> 00:08:05,889
Wenn das aber nicht von Anfang an stringent durchgeplant ist, dann würde ich persönlich davon Abstand nehmen,

76
00:08:05,890 --> 00:08:10,900
dass tatsächlich ein ein Lehrveranstaltung Blended Learning Format zu nennen.

77
00:08:12,640 --> 00:08:20,410
Und hier kommen wir auch dazu. Was mir auch sehr wichtig ist, das ist diese Begriffsabgrenzung Blended Learning ist,

78
00:08:20,410 --> 00:08:27,530
nämlich kein reines Onlineformat, und es ist auch kein mediengestützter Präsenzunterricht.

79
00:08:27,550 --> 00:08:36,520
Als wir 2018 begonnen haben, dieses Format bei uns an der Hochschule zu etablieren, kam sehr oft naja, aber Blended Learning,

80
00:08:36,520 --> 00:08:43,960
das machen wir ja eh alle schon, weil wir haben auf Moodle diese Aufgabe Stellungen, die die Studierenden zu bearbeiten haben.

81
00:08:44,470 --> 00:08:47,350
Und damit sind wir ja dann schon so weit.

82
00:08:48,070 --> 00:08:56,850
Und wie gesagt, also ohne eine Taktung, ohne eine Orchestrierung von Elementen des Blended Learnings,

83
00:08:56,860 --> 00:09:05,000
ohne eine Struktur gebende Form, die das Ganze umschließt, kann man eigentlich nicht von einem Blended Learning Format sprechen.

84
00:09:05,020 --> 00:09:09,970
Dazu werde ich aber noch wesentlich mehr sagen, wenn wir dann ins Umsetzungsbeispiel gehen.

85
00:09:13,630 --> 00:09:18,160
Blended Learning, also als Studiengangs-durchgängiges-Lehrformat.

86
00:09:18,850 --> 00:09:24,010
Was sollte man sich denn da hier prinzipiell überlegen, wenn man das ins Auge fasst?

87
00:09:25,720 --> 00:09:31,200
Ich würd empfehlen, zunächst einmal zu beleuchten Wer steht denn überhaupt hinter dem Vorhaben,

88
00:09:31,210 --> 00:09:36,940
Blended Learning als Studiengang zwei durchgängiges methodisches System einführen zu wollen?

89
00:09:37,240 --> 00:09:43,840
Und was genau ist die Zielsetzung? Es gibt hier natürlich verschiedene Tendenzen.

90
00:09:43,840 --> 00:09:53,620
Es gibt die Möglichkeit, dass das von einer Hochschulleitung umgesetzt werden soll, um Budgetkürzungen durchsetzen zu können.

91
00:09:53,620 --> 00:09:59,919
Es kann sein, dass man das als innovatives Lehrkonzept sieht und das deswegen eingeführt werden soll.

92
00:09:59,920 --> 00:10:03,370
Es kann sein, dass Studierende mehr danach fragen,

93
00:10:03,370 --> 00:10:13,570
dass Methodik medial umgesetzt wird und aber auch gleichzeitig die Studierbarkeit für berufsbegleitende Studierende erhöht wird,

94
00:10:13,930 --> 00:10:20,290
was durch diese zeitliche Flexibilisierung bei der Bearbeitung der Aufgabenstellungen auch möglich sein kann.

95
00:10:20,630 --> 00:10:25,060
Also wir haben hier sehr viele Aspekte mal durchzuspielen.

96
00:10:25,240 --> 00:10:35,080
Wo kommt denn das überhaupt her? Es wäre sehr wichtig eben zu verstehen, wo dieser Wunsch herkommt und ob die Rolle, die das einfordert,

97
00:10:35,080 --> 00:10:45,340
tatsächlich eben auch in der Lage ist, das in letzter Konsequenz durchzudenken, sowohl didaktisch, konzeptionell als auch budgetär.

98
00:10:46,990 --> 00:10:58,270
Und wenn diese, wenn dieses Anliegen ihr flexibles Lernen nicht unbedingt von der Zielgruppe kommt, sondern eben von anderen Instanzen,

99
00:10:58,270 --> 00:11:07,120
dann wäre es auch ganz, ganz wichtig zu überlegen, ob denn die Zielgruppe für ein Blended Learning Format tatsächlich geeignet ist.

100
00:11:07,720 --> 00:11:15,520
Wir haben zum Beispiel die Erfahrung gemacht, dass Studierende, die direkt aus klassischen Schulen kommen,

101
00:11:15,940 --> 00:11:21,159
sich wesentlich schwerer mit Blended Learning Formaten tun, als das Studierende,

102
00:11:21,160 --> 00:11:26,050
die aus dem Beruf zu uns an die Hochschule kommen, also berufsbegleitend studieren.

103
00:11:26,800 --> 00:11:29,180
Wie gesagt, auch hier kein Ja oder Nein.

104
00:11:29,200 --> 00:11:37,480
Aber einfach bitte mit zu bedenken, ob denn die Studierenden tatsächlich auch dafür bereit sind und hier einen Mehrwert sehen.

105
00:11:40,700 --> 00:11:47,270
Was wir als nächstes auf jeden Fall durchführen sollten, ist eine Stakeholderidentifikation.

106
00:11:47,780 --> 00:11:56,240
Wer ist denn tatsächlich davon betroffen? Wenn wir Blended Learning als Curricula durchgängiges Lern und Lehrkonzept umsetzen?

107
00:11:56,420 --> 00:12:03,870
Ich habe Ihnen hier ein bisschen aufgepinselt. Das ist jetzt natürlich nicht für jede Hochschule in jeder Instanz gleich.

108
00:12:03,890 --> 00:12:07,670
Ich habe mich bemüht, das möglichst allgemein zu halten.

109
00:12:08,480 --> 00:12:12,420
Sie haben hier auf der einen Seite die Lernenden, die Studierenden.

110
00:12:12,440 --> 00:12:17,960
Dann haben Sie auch Lehrende als zweite Interessensgruppe hier.

111
00:12:18,920 --> 00:12:23,690
Wir in der Fachhochschule Salzburg arbeiten mit internen Lehrenden.

112
00:12:23,690 --> 00:12:29,030
Das heißt, dass diese an der Hochschule fix beschäftigt sind, entweder in voll oder in Teilzeit.

113
00:12:29,390 --> 00:12:38,900
Wir arbeiten aber auch mit einer sehr großen Anzahl von externen Lehrenden, welche eben nur um Lehrveranstaltungen abzuhalten,

114
00:12:38,900 --> 00:12:46,370
entweder von anderen Hochschulen oder aus der Wirtschaft, in unserem Fall bei Business und Tourism rekrutiert werden.

115
00:12:47,780 --> 00:12:55,850
Als dritte Interessensgruppe, die Sie hier als wesentliche verzeichnet sehen, sind die Studiengangsleitungen und Fachbereichsleitungen.

116
00:12:56,780 --> 00:13:01,700
Ich erinnere noch mal ganz kurz an das Glossar, das ich Ihnen in den Chat gestellt haben.

117
00:13:01,700 --> 00:13:08,780
Also hier Bitte finden Sie die Akronyme, falls Sie da noch mal drüber stolpern und nicht ganz sicher sind, was das bedeutet.

118
00:13:09,800 --> 00:13:15,320
Studiengangsleitungen und Fachbereichsleitungen. Bei uns ist das in einer Matrixform organisiert.

119
00:13:15,320 --> 00:13:23,840
Es ist die Studiengangsleitung primär für den Studiengang für die Qualität des Studiengangs, für die Rekrutierung der Studierenden zuständig.

120
00:13:23,840 --> 00:13:26,210
Fachbereichsleitungen sind dafür zuständig,

121
00:13:26,570 --> 00:13:35,480
die Lehrveranstaltungen inhaltlich auszuplanen und die Lehrkräfte dafür zu koordinieren, einzuschulen und zu monitoren.

122
00:13:36,620 --> 00:13:41,359
Studiengangsleitungen und Fachbereichsleitungen sind gemeinsam also verantwortlich

123
00:13:41,360 --> 00:13:45,230
auch für die Qualitätssicherung der einzelnen Studiengänge und der Lehre,

124
00:13:45,530 --> 00:13:53,809
die dort abgehalten wird. Als vierte Interessensgruppe haben wir, die Hochschulleitung und das Rektorat.

125
00:13:53,810 --> 00:14:00,880
Ich habe das hier separat aufgeführt, weil nicht an jeder Hochschule das Rektorat auch automatisch die Budgethoheit über alles hat.

126
00:14:00,890 --> 00:14:05,810
Manche Hochschulen haben eine kaufmännische Leitung, ich habe sie aber trotzdem zusammen gegeben,

127
00:14:05,810 --> 00:14:10,100
weil ich denke, dass die Interessen hier sehr ähnlich, wenn nicht deckungsgleich sind.

128
00:14:11,090 --> 00:14:14,959
Und last not least haben wir die Supportabteilungen, die ganz,

129
00:14:14,960 --> 00:14:22,220
ganz essenziell insbesondere für eine Studiengangs weite Umsetzung eines Blended Learning Konzepts relevant sind.

130
00:14:22,580 --> 00:14:28,600
Ich gehe da auch noch im Detail drauf ein. Aber um es nur mal vorweg zu nehmen es kann eine E-Learn, eine Didaktik, eine Learn and Technologies

131
00:14:31,070 --> 00:14:37,120
Einheit sein. Das ist aber genauso auch die Raumplanung, die Stundenplanung usw.

132
00:14:37,140 --> 00:14:46,910
Wie gesagt, mehr Details dann noch gerne hierzu. Gehen wir es also bitte einfach mal pro Interessensgruppe ein bisschen durch.

133
00:14:46,910 --> 00:14:55,950
Was denn hier die Ansprüche, die Interessen sind, die die einzelnen haben können oder so haben werden, wenn es um ein Blended Learning Format geht.

134
00:14:55,970 --> 00:14:59,840
Wir haben hier zunächst die Lernenden als primäre Zielgruppe.

135
00:15:00,470 --> 00:15:09,440
Hier haben wir ganz stark bemerkt, dass das Interesse an Blended Learning deswegen hier ist, weil es einfach ein zeitgemäßes Format ist.

136
00:15:09,450 --> 00:15:15,169
Mediengestützt, viele, ich habe es schon erwähnt unsere Studierenden, die ja aus dem Beruf kommen,

137
00:15:15,170 --> 00:15:20,960
sind es gewohnt, auch mit Medien zu arbeiten, in ihrem Berufsfeld.

138
00:15:21,380 --> 00:15:27,920
Und wir sind hier etwas näher an der Praxis dran, wenn wir eben auch gezielt Medien,

139
00:15:27,920 --> 00:15:33,260
die zum Beispiel jetzt auch im Arbeitsumfeld eingesetzt werden, auch in der Lehre verwenden.

140
00:15:34,820 --> 00:15:40,940
Studierende haben mehr Selbstbestimmung und dadurch auch insbesondere zeitliche Flexibilität,

141
00:15:41,270 --> 00:15:46,850
wenn sie Aufgabenstellungen, die asynchron konzeptioniert sind, umsetzen können.

142
00:15:47,630 --> 00:15:54,920
Diese Selbstbestimmung und diese Flexibilität bedingen aber auch das sie selbstorganisierter sind.

143
00:15:54,950 --> 00:15:55,819
Es ist einfach.

144
00:15:55,820 --> 00:16:06,559
Es fällt ein bisschen weg, dieses im Hörsaal Sachen gemeinsam machen, das wird zu einem Anteil auch simuliert in den asynchronen Einheiten.

145
00:16:06,560 --> 00:16:13,520
Aber trotzdem dieser Anspruch. Okay, ich muss mich hier selbst organisieren, Ich muss mich ja selbst an der Nase nehmen.

146
00:16:13,520 --> 00:16:18,620
Ich muss Eigeninitiative zeigen und vor allem auch ich muss mich selbst motivieren.

147
00:16:18,620 --> 00:16:27,050
Ich muss hier auch mal durchhalten können. Ist etwas, was für die Interessensgruppe Studierende ganz, ganz wichtig ist.

148
00:16:27,860 --> 00:16:30,919
Wir stellen uns immer wieder die Frage und ich habe es Ihnen hier unten auch

149
00:16:30,920 --> 00:16:35,720
noch mal vermerkt, steigern Content Creation und individualisierte Lernpfade,

150
00:16:35,990 --> 00:16:41,480
die durch Blended Learning auch möglich werden, die Motivation und damit den Lernerfolg?

151
00:16:41,900 --> 00:16:46,880
Und ich kann das mit einem eindeutigen Jein beantworten, und zwar insofern,

152
00:16:47,210 --> 00:16:52,700
dass wirklich hier sehr viel Struktur und Klarheit nötig ist, um das zu machen.

153
00:16:53,120 --> 00:17:03,019
Nur der Hintergrund, das Studierende eigene Inhalte in die Lehrveranstaltung einbringen, ist nicht unbedingt zielführend.

154
00:17:03,020 --> 00:17:09,829
Das muss schon sehr konsistent umgesetzt sein, damit hier auch Lerneffekt damit verbunden werden kann.

155
00:17:09,830 --> 00:17:18,950
Und bitte bedenken Sie wir wollen das immer als Studiengangsweites Format umsetzen und da muss man dann schon sehr genau hinschauen,

156
00:17:19,100 --> 00:17:24,980
wie viel Sinn das ergibt und bzw wo das sinnvoll umgesetzt werden kann.

157
00:17:25,760 --> 00:17:31,190
Individualisierte Lernpfade bieten den riesigen Vorteil,

158
00:17:31,190 --> 00:17:38,360
dass insbesondere wenn es irgendwo Wissenslücken gibt, diese individuell bearbeitet werden können.

159
00:17:38,750 --> 00:17:46,670
Das kann aber auch manchmal von Studierenden als mühsam empfunden werden, weil sie vielleicht nicht unbedingt den Vorteil davon sehen.

160
00:17:47,120 --> 00:17:53,420
Also ja, aber unbedingt so aufziehen, unbedingt so aufsetzen,

161
00:17:53,720 --> 00:18:00,350
dass es auch als sinnvoll gesehen wird von den Studierenden und nicht als zusätzliche Belastung.

162
00:18:02,340 --> 00:18:06,030
Wir gehen jetzt dann weiter schon mal zur zweiten Interessensgruppe.

163
00:18:06,030 --> 00:18:09,060
Das sind die internen und die externen Lehrenden.

164
00:18:10,500 --> 00:18:18,300
Und was wir hier ganz stark beobachten, was Lehrende natürlich betrifft, das ist die reduzierte Kontaktzeit,

165
00:18:18,480 --> 00:18:24,060
die Lehrende mit Lernenden haben, wenn ein Blended Learning Format umgesetzt wird.

166
00:18:25,020 --> 00:18:30,930
Ähm, das schreckt sehr viele Lehrende im ersten Moment einmal ab.

167
00:18:31,280 --> 00:18:38,010
Ja, wir hatten es auch ganz stark, diese Unsicherheit. Okay, aber wenn ich die nicht im Hörsaal habe, dann habe ich die ja nicht unter Kontrolle.

168
00:18:38,830 --> 00:18:43,970
Ähm, ja. Es ist sicherlich ein Umdenken erforderlich.

169
00:18:43,980 --> 00:18:51,810
Es ist tatsächlich ein Paradigmenwechsel im Denken erforderlich, wenn man dieses Lernformat umsetzen möchte.

170
00:18:52,480 --> 00:19:04,500
Ähm, Allerdings bietet die mediale Gestaltung und Umsetzung von Lehrinhalten auch sehr stringente Methoden,

171
00:19:04,500 --> 00:19:09,930
um Studierende bei sich zu behalten und so vielleicht sogar mehr.

172
00:19:10,170 --> 00:19:16,709
Ich sage jetzt mal nicht Kontrolle, aber zumindest mehr Überblick über das Lernverhalten der Studierenden zu haben,

173
00:19:16,710 --> 00:19:19,470
als man es vielleicht in einer klassischen Vorlesung hätte.

174
00:19:21,210 --> 00:19:28,260
Dann ist es natürlich so, dass man durch die mediale Unterstützung der Lehre eben eine zeitliche Flexibilisierung erreicht.

175
00:19:28,260 --> 00:19:32,610
Und das betrifft nicht nur Studierende, sondern das betrifft tatsächlich auch Lehrende.

176
00:19:33,090 --> 00:19:43,950
Sie haben die Möglichkeit, ihren Lehrenden oder sie als lehrende Zeiträume einzuplanen, in denen sie Feedback geben wollen,

177
00:19:43,950 --> 00:19:49,259
in denen sie Sachen ausgestalten und nicht mehr punktuell eben im Stundenplan,

178
00:19:49,260 --> 00:19:56,370
die sie eben verzeichneten 90 Minuten oder 120 Minuten, die vielleicht hierfür eingeplant sind.

179
00:19:57,900 --> 00:20:05,250
Wir haben es kurz schon angesprochen Da, wo es Sinn ergibt, ist Content Creation durch Lernende natürlich auch sehr wünschenswert.

180
00:20:06,060 --> 00:20:11,219
Wir sehen das insbesondere, wenn wir in anwendungsspezifische Lehrveranstaltungen gehen.

181
00:20:11,220 --> 00:20:19,170
Ich selbst unterrichte zum Beispiel Cross Culture Management und hier kann es sehr, sehr schön ergänzend auch für die Inhalte sein,

182
00:20:19,440 --> 00:20:26,940
wenn Studierende tatsächlich eigene Erfahrungen aus diesem Bereich auch aufarbeiten und in die Lehre mit einpflegen.

183
00:20:28,380 --> 00:20:32,070
Wie gesagt sollte das aber gut dosiert und wohl durchdacht sein.

184
00:20:33,660 --> 00:20:37,320
Individualisierte Lernpfade haben wir hier auch schon angesprochen.

185
00:20:37,740 --> 00:20:47,370
Gerade diese zwei Aspekte der Content Co-Creation und der individualisierten Lernpfade bedeutet aber eben auch einen erhöhten Planungsaufwand.

186
00:20:47,790 --> 00:20:54,420
Und den Koordinationsaufwand, den wir durch Blended Learning haben, möchte ich auch nicht unerwähnt lassen.

187
00:20:54,990 --> 00:21:03,300
Die Koordination ist primär mit Instanzen wie zum Beispiel der Stundenplanung, wenn es um die Taktung und Orchestrierung geht.

188
00:21:03,750 --> 00:21:10,409
Sie ist auch mit den E Learning Abteilungen, die Sie eventuell an der Hochschule haben,

189
00:21:10,410 --> 00:21:14,040
die unterstützen oder wie auch immer Sie diese Abteilung nennen,

190
00:21:14,040 --> 00:21:26,490
Instructional Design, die wird sehr erhöht und nicht nur diese, sondern auch tatsächlich die Koordination innerhalb des Studiengangs.

191
00:21:26,970 --> 00:21:33,270
Es geht hier darum, Strukturen zu schaffen, die innerhalb des Studiengangs konsistent sind.

192
00:21:33,630 --> 00:21:37,230
Ich gehe dann auch im Umsetzungsbeispiel dann noch etwas genauer darauf ein.

193
00:21:37,530 --> 00:21:45,510
Das ist ein ganz, ganz wichtiger Aspekt, weil durch die reduzierte Kontaktzeit die Komplexität für die Lernenden steigt.

194
00:21:45,780 --> 00:21:50,729
Und wenn man hier nicht konsistent über den Studiengang hinweg agiert und die gleichen

195
00:21:50,730 --> 00:21:55,740
Rahmenbedingungen innerhalb der Lehrveranstaltungen für alle Lehrveranstaltungen schafft,

196
00:21:56,130 --> 00:22:03,990
kann das extrem verwirrend sein. Also eben auch hier nicht nur erhöhter Planungsaufwand, sondern auch Koordinationsaufwand,

197
00:22:03,990 --> 00:22:08,460
weil das innerhalb des Studiengangs auch strukturiert abgebildet werden sollte.

198
00:22:10,110 --> 00:22:19,680
Initial gibt es einen Zeitaufwand, den man investieren muss als Lehrender, und zwar für Schulungen, Initiale Lehrveranstaltungsausarbeitungen.

199
00:22:20,730 --> 00:22:28,049
Und auch nicht zu vergessen Lehrende benötigen eine gewisse Affinität für Medien und eben auch Neues,

200
00:22:28,050 --> 00:22:33,240
sei es jetzt didaktisch Neues oder eben auch virtuelle Entwicklungen.

201
00:22:33,270 --> 00:22:37,319
Wir hatten jetzt gerade in den letzten zwei Jahren sowas wie ChatGPT.

202
00:22:37,320 --> 00:22:41,639
Fühlt sich nicht jeder wohl damit, medien stringent in die Lehre einzubinden?

203
00:22:41,640 --> 00:22:50,040
Und das sollte man auch unbedingt berücksichtigen. Einen kleinen Tipp, den ich Ihnen hier noch auf den Weg geben möchte aus eigener Erfahrung.

204
00:22:52,060 --> 00:22:58,300
In der Einführungsphase. In der initialen Umsetzungsphase von Blended Learning wäre es sehr wichtig,

205
00:22:58,510 --> 00:23:04,899
hauptsächlich interne Lehrende einzusetzen, weil einfach so gewährleistet werden kann,

206
00:23:04,900 --> 00:23:10,000
dass das Verständnis von Blended Learning und diese Umsetzungsstrukturen stringenter verfolgt werden,

207
00:23:10,480 --> 00:23:14,140
als wenn man hier hauptsächlich externe Lehrende involviert.

208
00:23:16,880 --> 00:23:23,930
Ja, dann haben wir die Interessensgruppe Studiengangsleitungen, Fachbereichsleitungen wie gesagt in einen Topf geworfen.

209
00:23:24,720 --> 00:23:31,220
Ähm, Blended Learning kann ein tolles Tool sein, um neue Zielgruppen zu erschließen.

210
00:23:31,220 --> 00:23:39,620
Lernende, die sich vielleicht in einem zeitlich aufwendigen, in Präsenz abgehaltenen Studiengang nicht wohlfühlen würden,

211
00:23:40,400 --> 00:23:49,190
sehen hier durchaus Vorteile im Blended Learning Ansatz und das kann auch sehr stark zu Reputationsbildung des Studiengangs beitragen.

212
00:23:49,250 --> 00:23:55,550
Positiv, wenn gut umgesetzt, nicht zu positiv, wenn die Rahmenbedingungen vielleicht nicht

213
00:23:56,930 --> 00:24:03,139
stringent durchgesetzt werden. Man kann hiermit auch erreichen, dass Studierbarkeit erreicht wird.

214
00:24:03,140 --> 00:24:09,700
Durch diese Flexibilisierung der Aufgabenbearbeitung im Abseits der Lehrveranstaltungen schafft man Freiräume.

215
00:24:09,710 --> 00:24:14,180
Wir sehen das oft bei berufsbegleitenden Studierenden, die eventuell auch noch Familie haben.

216
00:24:14,450 --> 00:24:18,380
Da lernt halt jemand dann sehr gerne erst um Mitternacht von Dienstag auf Mittwoch.

217
00:24:18,740 --> 00:24:23,330
Und mit Blended Learning kann man das bis zu einem gewissen Grad ermöglichen.

218
00:24:24,650 --> 00:24:30,530
Was für Studiengangsleitungen und Fachbereichsleitungen ein wunderschöner Aspekt ist, ist das Blended Learning Formate,

219
00:24:30,530 --> 00:24:42,810
durch ihre erhöhte Dokumentation, Abbildung im Learning Management Tool zum Beispiel eine erhöhte Transparenz im Lehr- und Lernprozess auch bieten.

220
00:24:42,890 --> 00:24:49,490
Das ist ein wunderschönes Tool, eben auch, um zu sehen, wie wird unterrichtet,

221
00:24:49,490 --> 00:24:55,370
was wird unterrichtet, was man vielleicht bei klassischen Formaten so nicht unbedingt sehen würde.

222
00:24:56,960 --> 00:25:05,210
Ähm, eine relevante Aspekt hier zu Beginn und vor der Einführung ist einmal eine Bestandsaufnahme durchzuführen.

223
00:25:05,570 --> 00:25:12,410
Sind denn die Lehrenden, die bis jetzt in diesem Studiengang involviert waren, tatsächlich auch für Blended Learning Formate bereit?

224
00:25:12,920 --> 00:25:19,430
Haben Sie die Bereitschaft dafür? Haben Sie das Interesse dafür? Haben Sie die zeitlichen Ressourcen, dafür, sich einzulernen.

225
00:25:19,940 --> 00:25:24,410
Und das sollte man auf keinen Fall vernachlässigen.

226
00:25:25,340 --> 00:25:34,940
Möglicherweise wird es nötig, neu Akquise zu betreiben oder vielleicht Lehrende für andere Studiengänge einzusetzen und umzuschichten,

227
00:25:35,150 --> 00:25:38,810
damit man dieses Format hier auch konsistent bedienen kann.

228
00:25:40,410 --> 00:25:45,090
Was Studiengangsleitungen und Fachbereichsleitungen ganz sicherlich sich zur

229
00:25:45,090 --> 00:25:49,229
Brust nehmen müssen sind Welche Parameter für die Umsetzung und Qualitätskontrolle

230
00:25:49,230 --> 00:25:58,770
sollen eingeführt werden und welches Budget steht denn für Einführungsworkshops für Studierende zum Beispiel zusätzlich zu den Lehrveranstaltungen,

231
00:25:58,770 --> 00:26:06,149
die geboten werden, und Schulungen zur Verfügung? Diese Einführungsworkshops für Studierende vor allem, haben wir die Erfahrung gemacht,

232
00:26:06,150 --> 00:26:11,549
dass irrsinnig viel dazu beitragen, das Blended Learning als Studiengangsdurchgreifendes Format

233
00:26:11,550 --> 00:26:14,280
erfolgreich umgesetzt werden kann,

234
00:26:14,700 --> 00:26:22,260
weil Studierende von Anfang an in diesem neuen Lernprozess begleitet werden und auch Key Player schon kennenlernen.

235
00:26:22,530 --> 00:26:26,640
Und diese Scheu, dann mal Fragen zu stellen, auch in den Hintergrund rückt.

236
00:26:26,910 --> 00:26:29,819
Schulungen für Lehrende sind natürlich auch essentiell.

237
00:26:29,820 --> 00:26:37,470
Wie gesagt, nicht jeder ist bereit für Blended Learning oder kennt sich aus oder ist in der Medienlandschaft versiert genug,

238
00:26:37,650 --> 00:26:45,970
um hier einfach in die Bresche springen zu können. Dann haben wir die Interessensgruppe Hochschulleitung und Rektorat.

239
00:26:46,630 --> 00:26:51,370
Für eine Hochschule ebenso wie für einen Studiengang kann es natürlich sehr interessant sein,

240
00:26:51,370 --> 00:26:58,440
sich über dieses stringent durchgesetzte Lehr- und Lernformat des Blended Learning ein bisschen neu zu positionieren.

241
00:26:58,450 --> 00:27:03,849
Wir haben alle, denke ich mal, außer sie sind die Glücklichen, die das nicht betrifft,

242
00:27:03,850 --> 00:27:10,630
ein bisschen damit zu kämpfen, dass das Angebot im Bildungsmarkt steigt, die Studierendenzahl aber eben nicht.

243
00:27:11,050 --> 00:27:15,040
Und dass immer mehr Player um immer weniger Studierende kämpfen.

244
00:27:16,600 --> 00:27:25,540
Blended Learning kann hier ein Tool sein, um sich neu- oder re-zupositionieren und die Reputation der Hochschule nachhaltig zu beeinflussen.

245
00:27:27,190 --> 00:27:33,339
Ähm, es kann also eben hier die Parameter für neue Studierendengruppen ein bisschen shiften.

246
00:27:33,340 --> 00:27:35,380
Es kann neue Zielgruppen erschließen.

247
00:27:35,830 --> 00:27:45,520
Auch das Rektorat vor allem ist an einer erhöhten Transparenz in Lehr und Lernprozeß interessiert, um qualitätsbildende Maßnahmen treffen zu können.

248
00:27:46,300 --> 00:27:51,760
Was auch ein relevanter Aspekt, vor allem zum Beispiel auch bei mir an der Hochschule ist.

249
00:27:51,760 --> 00:27:59,770
Durch die asynchronen Phasen, die in die Lehre eingepflegt werden, steigt die Verfügbarkeit der Räume, die wir in der Hochschule haben.

250
00:28:00,790 --> 00:28:07,930
Ähm. Ein weiterer Aspekt die in Rektorat und Hochschulleitung, wenn es denn eine kaufmännische Leitung gibt,

251
00:28:08,680 --> 00:28:12,570
berücksichtigt werden muss ist wie wird der Aufwand bewertet?

252
00:28:12,580 --> 00:28:21,940
Ich habe es initial schon mal angesprochen. Manche Hochschulen sehen in Blended Learning eine Möglichkeit, die Kosten für die Lehre drücken zu können.

253
00:28:23,890 --> 00:28:27,730
Wenn der Aufwand realistisch bewertet wird, dann kann ich das nicht bestätigen.

254
00:28:27,730 --> 00:28:32,950
Dann hat man mit einer Blended Learning Lehrveranstaltung genauso viel zu tun wie mit einer Präsenz Lehrveranstaltung.

255
00:28:33,340 --> 00:28:37,900
Aber das obliegt natürlich auch der Hochschulleitung und dem Rektorat bis zu einem gewissen Grad.

256
00:28:38,110 --> 00:28:42,550
Das festzustellen. Ich kann Ihnen aber nur empfehlen, sich da nicht.

257
00:28:44,270 --> 00:28:54,260
Ja, sich da nicht einfach auf die Präsenzeinheiten runterhandeln zu lassen, die wenn gut gemacht und das ist im Interesse der Hochschule,

258
00:28:54,530 --> 00:29:02,450
dann ist auch eine ordentliche Besoldung des Formats sowie eben eine Abbildung in den Systemen wirklich sehr relevant.

259
00:29:03,170 --> 00:29:06,500
Und schließlich ist dann auch noch die Budgetfrage hier.

260
00:29:06,500 --> 00:29:12,610
Natürlich, wie geht es denn mit Schulungsangeboten zurande?

261
00:29:12,620 --> 00:29:16,010
Wie sieht es mit Lizenzen, die man braucht, für die Lehre aus?

262
00:29:16,370 --> 00:29:19,099
Was für eine Ausstattung bedarf es?

263
00:29:19,100 --> 00:29:27,020
Und wie ist die initiale Umstellung von face to face, also von Präsenz Lehrveranstaltungen zu Blended Learning geplant?

264
00:29:27,020 --> 00:29:35,349
Und was kostet das? Die Interessensgruppe, die nicht vergessen werden darf, sind hier noch mal aufgelistet.

265
00:29:35,350 --> 00:29:44,680
Sie haben Instruktional Design & E-Learning Studienorganisation & Stundenplanung, IT-Support, Qualitätsmanagement alle diese mit den Aspekten,

266
00:29:44,680 --> 00:29:48,729
die Sie hier auch aufgeführt sehen und die Sie auch dann jederzeit nachlesen können

267
00:29:48,730 --> 00:29:54,850
natürlich sind essenziell und sollten schon in der Planungsphase mitberücksichtigt werden,

268
00:29:54,850 --> 00:29:58,810
damit man hier ein durchgängiges Vorgehen ermöglichen kann.

269
00:30:00,850 --> 00:30:07,900
Ich darf das also mal ganz kurz zusammenfassen. Welche Anspruchsgruppen gibt es, die berücksichtigt werden müssen?

270
00:30:08,620 --> 00:30:11,950
Ähm, die von diesem Lernkonzept betroffen sind?

271
00:30:11,960 --> 00:30:23,050
Ich kann Ihnen hier nur empfehlen, eine Analyse durchzuführen, das zu identifizieren und Checklisten auch zu erstellen, um wirklich abhaken zu können.

272
00:30:23,050 --> 00:30:29,320
Okay, mit denen haben wir schon geredet, die sind an Bord, Was müssen die noch einbringen oder was benötigen wir von denen noch?

273
00:30:30,100 --> 00:30:36,459
Und auch ganz, ganz wichtig Sind Sie sicher, dass alle Stakeholder, die wir vorher auch beleuchtet haben,

274
00:30:36,460 --> 00:30:43,240
an der Einführung des Blended Learning Konzepts interessiert sind und das auch unterstützen, Eventuell eben auch budgetär?

275
00:30:46,200 --> 00:30:51,360
Welche Herausforderungen sind jetzt bei einer Implementierung bis zu einem gewissen Grad zu erwarten?

276
00:30:52,410 --> 00:31:01,320
Ähm. Was uns sehr beschäftigt hat, war dieses gemeinsame Schaffen eines Bewusstseins, was das Format überhaupt bedeutet.

277
00:31:02,610 --> 00:31:07,589
Ganz wichtig ist auch die Begleitung der Lehrenden während der Umstellung der Lernenden.

278
00:31:07,590 --> 00:31:11,610
Auch, aber das ist nicht so umfänglich nötig wie der Lehrenden.

279
00:31:12,390 --> 00:31:17,970
Es benötigt ganz, ganz klare und eindeutige Kommunikation der Umsetzungskriterien.

280
00:31:17,970 --> 00:31:23,430
Es muss jeder genau wissen, worum geht es, was sind die wichtigen Aspekte, wie kann ich diese berücksichtigen?

281
00:31:24,330 --> 00:31:27,960
Wichtig ist auch das Rollenverständnis Wer ist wofür verantwortlich?

282
00:31:28,320 --> 00:31:32,580
An wen kann ich mich wenden? Wer unterstützt mich? Wem muss ich reportieren?

283
00:31:34,050 --> 00:31:40,510
Ein Verständnis für die Initialkosten und wer diese Kosten übernimmt, ist auch eine der wesentlichen Aspekte.

284
00:31:40,530 --> 00:31:44,099
Und was ich Ihnen hier auch noch mit auf den Weg geben wollen würde,

285
00:31:44,100 --> 00:31:49,829
ist Sie sehen die Studierenden in der Lehre nicht so stark wie in einer Präsenz Lehrveranstaltung,

286
00:31:49,830 --> 00:31:54,270
insbesondere wenn sich das Format über den ganzen Studiengang hinweg etabliert.

287
00:31:54,960 --> 00:31:59,070
Das bedeutet, Sie haben die Gruppendynamiken weniger im Blick.

288
00:31:59,430 --> 00:32:03,320
Die sollte man trotzdem verfolgen. Wie gehen die Studierende miteinander um?

289
00:32:03,330 --> 00:32:11,670
Welche Regeln braucht es dafür, damit ein Studienerfolg gegeben werden oder geleistet oder sichergestellt werden kann?

290
00:32:13,740 --> 00:32:16,860
Ich würde hier noch ganz gerne einen Mini Exkurs auch machen.

291
00:32:16,860 --> 00:32:21,689
Und zwar soziale Durchlässigkeit ist ein Schlagwort, das uns an der Hochschule sehr beschäftigt.

292
00:32:21,690 --> 00:32:26,099
Wir sind natürlich wie viele andere auch daran interessiert, auch Menschen,

293
00:32:26,100 --> 00:32:31,620
die klassisch keine Hochschulausbildung machen würden, eben dies zu ermöglichen.

294
00:32:32,040 --> 00:32:40,830
Und hier möchte ich Ihnen nur ganz kurz eben auch mit auf den Weg geben, dass ein paar Aspekte Blended Learning eben auch verlangt,

295
00:32:41,250 --> 00:32:48,740
dass es im Prinzip eine gewisse digitale Vorbildung das ist eine gewisse technische Ausstattung, obwohl man das natürlich sehr niedrig schrauben kann.

296
00:32:48,750 --> 00:32:52,080
Aber, und das ist wahrscheinlich der wesentliche Aspekt hier auch,

297
00:32:52,530 --> 00:32:57,820
haben die Lernenden geeignete Räumlichkeiten und ein Lernerfolg, ermöglichendes Umfeld.

298
00:32:57,840 --> 00:33:04,110
Haben die wirklich irgendwo einen Raum oder einen Bereich, in den sie sich zurückziehen können und lernen können?

299
00:33:04,590 --> 00:33:11,850
Und das sollte man auch bedenken, wenn man Blended Learning vor allem als Studiengangs übergreifendes Format umsetzen möchte.

300
00:33:13,770 --> 00:33:15,420
Ja, also warum dann bei.

301
00:33:15,480 --> 00:33:24,299
Worauf man bei der Implementierung achten unbedingt ein gezieltes Onboarding von Lehrenden betreiben mit gemeinsamen Begriffsdefinitionen,

302
00:33:24,300 --> 00:33:25,350
mit Schulungen,

303
00:33:25,650 --> 00:33:33,870
mit begleitenden Maßnahmen, zum Beispiel einer Austauschplattform, wo sich Lehrende auch gegenseitig Peer-to-Peer ein bisschen unterstützen können.

304
00:33:34,320 --> 00:33:40,049
Ein gezieltes Onboarding von Lernenden ist auch essenziell, wo es wirklich darum geht,

305
00:33:40,050 --> 00:33:45,840
die Lernenden nochmal stringent mit dem Konzept vertraut zu machen, wie wir in der Hochschule damit umgegangen.

306
00:33:45,840 --> 00:33:48,959
Was wird erwartet von den Lernenden hier?

307
00:33:48,960 --> 00:33:52,860
Was was für Möglichkeiten haben Lernende aber auch, sich einzubringen?

308
00:33:54,950 --> 00:33:58,430
Wie werden Sie begleitet in dieser Initialphase?

309
00:33:58,850 --> 00:34:07,070
Und dieses Rahmenwerk, das es braucht, damit der ganze Studiengang hier entlang der gleichen Trommel marschiert.

310
00:34:08,130 --> 00:34:13,730
Gemeinsame Leitplanken für Strukturen, für die Orientierung, Kommunikation und Rückmeldung,

311
00:34:13,730 --> 00:34:17,420
auf die ich dann auch mit dem Umsetzungsbeispiel noch einmal eingehen werde.

312
00:34:19,560 --> 00:34:25,140
Ich kann Ihnen also nur empfehlen, einen Realitycheck einmal durchzuführen.

313
00:34:25,440 --> 00:34:29,030
Das brauchen wir jetzt so im Detail, glaube ich nicht durchgehen.

314
00:34:29,050 --> 00:34:34,740
Sie haben das in den Unterlagen drinnen. Ich würde Ihnen empfehlen, gehen Sie diese Fragen durch.

315
00:34:34,740 --> 00:34:38,879
Sind alle an Bord? Gibt es das gleiche Verständnis?

316
00:34:38,880 --> 00:34:46,560
Bei allen Stakeholdern von Blended Learning sind die Verwaltungssysteme darauf ausgelegt Und was braucht es, um die umzustellen?

317
00:34:46,560 --> 00:34:49,050
Und wie sieht es denn mit dem Budget aus?

318
00:34:49,440 --> 00:34:57,270
Und dann eben bei der Einführung nochmal, welche Onboarding Aktivitäten gibt es konkret für Studierende und für Lehrende?

319
00:34:58,770 --> 00:35:02,130
Und dann kommen wir auch schon zum Qualitätsmanagement.

320
00:35:03,630 --> 00:35:07,290
Und hier sind einige Fragen, die man auch beantworten sollte.

321
00:35:07,680 --> 00:35:15,030
Gibt es schon Blended Learning Formate auf Studiengangsebene an der Hochschule, Das heißt, gibt es schon ein Rahmenwerk für Qualitätsmanagement?

322
00:35:16,440 --> 00:35:20,340
Wie sieht den Qualitätsmanagement überhaupt Blended Learning?

323
00:35:21,390 --> 00:35:26,640
Sind die Prinzipien dieses Unterrichtsstils vertraut?

324
00:35:26,850 --> 00:35:30,210
Verstehen die, was dahinter steht, was umgesetzt werden muss?

325
00:35:30,780 --> 00:35:40,410
Und welche KPIs und Rahmenbedingungen werden dann tatsächlich auch noch hier festgesetzt, um den Studienerfolg zu ermöglichen?

326
00:35:42,390 --> 00:35:49,890
Ähm, welche Maßnahmen und Mechanismen zur zyklischen und strukturellen Qualitätskontrolle sind angedacht?

327
00:35:50,070 --> 00:35:57,390
Es gibt möglicherweise eine Evaluierung. Ist die so aufgesetzt, dass man das auch für Blended Learning einsetzen kann?

328
00:35:57,420 --> 00:36:05,790
Sind die Elemente, die Blended Learning hier beeinträchtigen oder betreffen, auch mit berücksichtigt?

329
00:36:07,140 --> 00:36:12,870
Welche Möglichkeiten und Plattformen zum Austausch von Lehrenden gibt es und wie werden diese begleitet?

330
00:36:13,650 --> 00:36:22,500
Und dann eben auch noch welches Schulungskonzept für Blended Learning gibt es, das tatsächlich auch weiter laufend entwickelt wird?

331
00:36:22,500 --> 00:36:28,170
Also nicht nur punktuell für die Einführung, sondern tatsächlich eben auch mit der Zeit sich entwickelt,

332
00:36:28,410 --> 00:36:30,900
sodass hier Fortschritte gemacht werden können.

333
00:36:32,490 --> 00:36:42,390
Und dann hier last not least zum Qualitätsmanagement. Was wird konkret gemacht, wenn die Parameter für dieses Lehrformat nicht erfüllt werden?

334
00:36:42,780 --> 00:36:45,330
Wer ist für diese Maßnahmensetzung verantwortlich?

335
00:36:45,750 --> 00:36:53,160
Und was ist konkret angedacht, damit hier dieses Lern- und Lehrformat sich konstant weiterentwickelt,

336
00:36:53,460 --> 00:37:00,210
mit den medialen, mit den didaktischen Entwicklungen der Zeit auch mit voranschreitet?

337
00:37:02,290 --> 00:37:06,550
Ich darf jetzt gleich zum Umsetzungsbeispiel gehen. Ich brauche nur mal kurz einen Schluck Wasser.

338
00:37:09,480 --> 00:37:11,100
Ich habe es Ihnen schon angekündigt.

339
00:37:11,100 --> 00:37:20,010
Wir haben hier den Studiengang KMU Management & Entrepreneurship, für den wir beginnen mit 2018 dieses Konzept umgesetzt haben.

340
00:37:20,670 --> 00:37:24,750
Warum haben wir uns damals für ein durchgängiges Blended Learning Format entschieden?

341
00:37:25,230 --> 00:37:31,110
Wir haben eine sehr große Anzahl an berufsbegleitenden Studiengängen bei uns im Haus und wir sehen,

342
00:37:31,110 --> 00:37:38,280
dass es an den Wochenenden sehr oft sehr knapp wird, nicht nur räumlich, sondern tatsächlich auch mit den Unterrichtszeiten.

343
00:37:38,880 --> 00:37:48,120
Wir versuchen von Freitagmittag bis Samstagabend eben das unterzubringen, was wir für Vollzeit Studierende in der ganzen Woche unterbringen.

344
00:37:48,390 --> 00:37:51,690
Und wir stoßen hier zunehmend an unsere Grenzen.

345
00:37:52,860 --> 00:38:05,139
Wir haben uns also deswegen für dieses Blended Learning Format entschieden, aber eben auch, um diese mediengestützten Lernformate mit zu integrieren,

346
00:38:05,140 --> 00:38:13,080
die wir sehen, dass auch in der freien Wirtschaft, für die wir ja ausbilden, mittlerweile sehr etabliert sind.

347
00:38:13,080 --> 00:38:18,990
Und wir wollen den Studierenden ermöglichen, hier so nah wie möglich auch an ihrem Berufsbild dran zu bleiben.

348
00:38:21,040 --> 00:38:26,409
Wie sind wir dann vorgegangen? Wir haben zunächst einmal eine Blended Learning Task Force gebildet,

349
00:38:26,410 --> 00:38:31,750
und das war die Studiengangsleitung, das waren die Fachbereichsleitungen, einzelne Lehrende auch.

350
00:38:32,320 --> 00:38:41,559
Wir haben aber auch dazu gebeten. Die Stundenplanung unser Didactics & Learning Technologies Department und haben punktuell

351
00:38:41,560 --> 00:38:46,360
auch Qualitätsmanagement und Studienorganisation hier dazu gebeten,

352
00:38:46,360 --> 00:38:50,470
um die Abbildung in den Systemen auch gleich mit zu berücksichtigen.

353
00:38:52,430 --> 00:39:00,240
Wir haben überprüft, ob die dieses Format, dieses Lern und Lehrformat für den Studiengang passt.

354
00:39:00,260 --> 00:39:04,600
Wir haben hier Rücksprache gehalten mit Studierenden, mit Zielgruppen.

355
00:39:04,610 --> 00:39:09,979
Wir haben das dann dem Rektorat und dem FH Kollegium präsentiert.

356
00:39:09,980 --> 00:39:20,150
Und wir haben den Auftrag bekommen, das dann einmal in die Umsetzung zu bringen und haben dann im nächsten Schritt Rahmenbedingungen definiert.

357
00:39:21,320 --> 00:39:29,660
Ganz wichtig war für uns die Begriffsdefinitionen, dass wir ein internes Verständnis des Konsistentes von diesem Lehrformat haben.

358
00:39:30,050 --> 00:39:33,170
Und haben dann Leitfäden geschrieben.

359
00:39:33,170 --> 00:39:43,219
Wir haben Literatur gesammelt, wir haben Beispiele in einem MsTeams auch alles zusammengebracht und Schulungsangebot dann

360
00:39:43,220 --> 00:39:48,620
selbst auch konzipiert über Fachbereichsleitungen gemeinsam mit unserer E-Learning Abteilung.

361
00:39:49,100 --> 00:39:51,770
Der letzte Schritt waren dann tatsächlich Vorlagen,

362
00:39:51,770 --> 00:39:58,730
die wir entwickelt haben Checklisten für unsere Lehrenden, Syllabus Templates, Lesson Plan Templates.

363
00:39:58,880 --> 00:40:01,820
Und diese werden wir jetzt in der Folge auch noch mal kurz anschauen.

364
00:40:03,500 --> 00:40:14,150
Wir haben uns bei KMU tatsächlich entschieden, uns auf drei Bausteine, die der vorher vier Angesprochenen das Blended Learning zu fokussieren.

365
00:40:14,630 --> 00:40:26,660
Wir haben, da wir an der Fachhochschule Salzburg sehr stark präsenzfokussiert sind, den Synchron Online Teil in etwas in den Hintergrund gestellt.

366
00:40:26,670 --> 00:40:34,340
Also bei uns finden synchrone Lehrveranstaltungsaspekte innerhalb eines Blended Learning Formats eigentlich immer in Präsenz statt.

367
00:40:34,340 --> 00:40:39,440
Es gibt begründete Ausnahmen, wo schon einmal synchron online etwas stattfinden kann,

368
00:40:39,860 --> 00:40:53,290
aber wir sehen einfach den Mehrwert tatsächlich mehr in diesem sozialen im Raum zusammenkommen, miteinander lernen als jetzt in diesem online Umfeld.

369
00:40:53,300 --> 00:41:01,400
Das ist aber ganz klar einfach, weil das für uns so besser passt und weil wir uns eben sehr stark als Präsenzhochschule verstehen.

370
00:41:02,840 --> 00:41:08,840
Wir haben aber ganz klassisch die asynchronen Aspekte drinnen und das Selbststudium natürlich auch berücksichtigt.

371
00:41:08,840 --> 00:41:17,390
Und wir haben für den Studiengang definiert, dass das Ziel ist, für den, wie wir das nennen, Blended Schlüssel.

372
00:41:17,540 --> 00:41:22,609
Das ist jetzt keine konsistente Terminologie, das haben wir tatsächlich nur für den internen Gebrauch.

373
00:41:22,610 --> 00:41:34,760
Aber das bezeichnet bei uns, wie viel der insgesamt veranschlagten Unterrichtszeit denn synchron in Präsenz stattfindet und wie viel online asynchron.

374
00:41:35,060 --> 00:41:43,090
Der angestrebte Schlüssel ist 60/40, also 60 synchron am Campus und 40 asynchron.

375
00:41:43,100 --> 00:41:51,049
Allerdings haben wir ein bisschen eine Spannbreite definiert, je nachdem pro Lehrveranstaltung, dass das hier abgebildet werden kann.

376
00:41:51,050 --> 00:41:54,020
Aber diese, die Sie hier eben sehen, ganz oben,

377
00:41:54,380 --> 00:42:08,450
diese 70 % und maximal 70 % und minimal 55% für synchrone und 45 % bis minimal 30 % für asynchrone Lehrveranstaltungen Einheiten.

378
00:42:08,720 --> 00:42:11,030
Das ist so der Bereich, in dem wir operieren.

379
00:42:11,030 --> 00:42:17,480
Da gibt es dann tatsächlich auch keine Ausnahme in der Form, dass dann noch mehr oder noch weniger asynchron oder synchron gemacht wird.

380
00:42:20,520 --> 00:42:28,050
So, wie sind wir denn nun vorgegangen, um Lehrende auf diese Konzepte vorzubereiten?

381
00:42:29,070 --> 00:42:36,330
Es gab in einem sehr großen, sehr umfangreichen Teammeeting einmal eine Einführung des Grundkonzepts durch die Task Force.

382
00:42:36,510 --> 00:42:40,409
Wir hatten, wie vorher schon erwähnt, eine Task Force gebildet,

383
00:42:40,410 --> 00:42:48,990
die die vorbereiteten Tätigkeiten umsetzte und dann eben in diesem Schritt die internen Lehrenden in einem Team Meeting informiert hat.

384
00:42:49,350 --> 00:42:55,649
Die Informationsweitergabe an externe Lehrende erfolgt bei uns immer durch die Fachbereichsleitungen,

385
00:42:55,650 --> 00:43:01,379
die zuständig sind für diese Lehrveranstaltungen. Also hier eben diese Diskrepanz.

386
00:43:01,380 --> 00:43:06,150
Und hier eben auch nochmal der Hinweis, dass für uns sich das als sehr positiv erwiesen hat.

387
00:43:06,420 --> 00:43:14,160
Zunächst einmal mit nur internen Lehrenden in diesem Konzept zu starten, weil einfach der Informationsaustausch viel einfacher möglich war.

388
00:43:15,420 --> 00:43:28,560
Dann haben wir ganz gezielt Workshops angeboten, um didaktische Methoden und eben auch Planungsmethodik durchzuspielen,

389
00:43:29,340 --> 00:43:32,760
den Lehrenden die Möglichkeit zu geben, sich hier auszutauschen.

390
00:43:33,120 --> 00:43:38,879
Und wir haben Ihnen den Leitfaden zur Vorbereitung und Durchführung von Blended Learning

391
00:43:38,880 --> 00:43:44,550
Lehrveranstaltungen am Studiengang auf einem MsTeams zur Verfügung gestellt.

392
00:43:44,550 --> 00:43:49,290
Hier gab es auch ein Wiki und ein FAQ mit den wichtigsten Aspekten,

393
00:43:49,420 --> 00:43:53,610
wie eben ein Austausch Forum, wo Lehrende ihre Fragen stellen konnten,

394
00:43:53,610 --> 00:44:00,480
von anderen Lehrenden Rückmeldung bekamen und einfach so in Kontakt mit anderen sein konnten, die auch nach Blended Learning unterrichten.

395
00:44:02,980 --> 00:44:04,690
Was machen wir für Studierende?

396
00:44:04,750 --> 00:44:13,570
Wir beraten tatsächlich schon zum Zeitpunkt des Interesses, den die Studierenden uns gegenüber zeigen, also potenzielle Studierenden,

397
00:44:14,080 --> 00:44:16,870
schon zum Blended Learning Format und weisen hierauf hin,

398
00:44:17,200 --> 00:44:22,870
dass hier eben auch diese Selbstorganisation und Selbstmotivation ein wesentlicher Aspekt sind.

399
00:44:23,530 --> 00:44:28,300
Zu Beginn des Studiums gibt es dann jeweils einen eintägigen Workshop.

400
00:44:28,330 --> 00:44:32,830
Auch das ist nicht ganz ein ganzer Tag, aber es sind schon einige Stunden,

401
00:44:33,220 --> 00:44:38,080
wo tatsächlich nochmal auf die Bausteine von Blended Learning eingegangen wird.

402
00:44:38,080 --> 00:44:49,030
Wie das dann so funktioniert, was von Studierenden erwartet wird, wie die Orchestrierung gesehen wird und wie wie eben der Aufwand bewertet wird.

403
00:44:49,180 --> 00:44:53,860
Wir erklären Ihnen da zum Beispiel immer, wenn eine Lehrveranstaltung zwei ECTS hat,

404
00:44:54,070 --> 00:44:57,700
dann sehen Sie eben einen Teil für die synchrone Lehre abgebildet,

405
00:44:57,700 --> 00:45:04,719
einen Teil für die asynchrone Lehre abgebildet und dann bleiben dann meistens noch ein paar Arbeitsstunden übrig.

406
00:45:04,720 --> 00:45:07,960
Und das ist dann tatsächlich auch für das Selbststudium noch mal gedacht.

407
00:45:08,290 --> 00:45:17,140
Das eben jetzt nicht in einer bewerteten Aufgabenstellungen zugeordneten WS Version gedacht ist.

408
00:45:18,490 --> 00:45:25,930
Während des Studienbetriebs haben wir insbesondere in der Einführungsphase relativ häufig strukturell verankerte,

409
00:45:25,930 --> 00:45:29,320
aber auch individuelle Feedbackschleifen mit Studierenden gesucht.

410
00:45:29,980 --> 00:45:37,959
Es war uns ganz wichtig, den Studierenden zu zeigen, dass wir sie nicht in dieses Format hineinstoßen und dann damit allein lassen.

411
00:45:37,960 --> 00:45:43,630
Wir machen das tatsächlich bei Erstsemester noch immer relativ stringent, dass wir immer wieder mal,

412
00:45:43,840 --> 00:45:50,650
auch wenn wir sie so in der Lehrveranstaltung treffen, nochmal kurz ansprechen. Wie kommt ihr klar mit der Methodik?

413
00:45:50,860 --> 00:45:55,180
Und im Großen und Ganzen sind die Studierenden sehr glücklich damit.

414
00:45:56,020 --> 00:45:59,950
Weisen uns aber schon auch darauf hin, wenn sie irgendwo Verbesserungspotenzial sehen.

415
00:46:02,530 --> 00:46:09,280
Welche Aspekte zur Qualitätssicherung verwenden wir jetzt bei unserem Studiengang KMU Management und Entrepreneurship,

416
00:46:09,280 --> 00:46:16,660
um tatsächlich sicherzustellen, dass Blended Learning konsistent unserem Verständnis nach umgesetzt wird.

417
00:46:17,320 --> 00:46:21,730
Wir orientieren uns hier sehr stark an Erpenbeck 2015.

418
00:46:22,690 --> 00:46:29,860
Das Buch heißt E-Learning und Blended Learning kann ich gerne auch dann noch zur Verfügung stellen, wenn es jemanden interessiert.

419
00:46:30,370 --> 00:46:34,720
Erpenbeck nennt für die Qualitätskontrolle hier sechs Aspekte.

420
00:46:35,260 --> 00:46:41,739
Und das sind die Struktur, Verbindlichkeit, Kommunikation, Lernbegleitung, Rückmeldungen, Flankierung.

421
00:46:41,740 --> 00:46:47,920
Struktur, ich habe es vorher schon mal kurz angesprochen, ist insbesondere bei Blended Learning Formaten deswegen so wichtig,

422
00:46:48,160 --> 00:46:55,600
weil ja die Kontaktzeit mit den Lehrenden, die sonst Orientierung geben können, reduziert wird.

423
00:46:55,600 --> 00:46:58,660
Das heißt, der Studierende wird mehr alleine gelassen.

424
00:46:59,170 --> 00:47:05,739
Wenn man jetzt hier nicht diese Struktur in den medialen Aspekten, die man zur Verfügung stellt,

425
00:47:05,740 --> 00:47:12,100
noch stringent abbildet, dann kann das sehr stark zur Orientierungslosigkeit führen.

426
00:47:12,760 --> 00:47:23,200
Und das ist uns ein ganz wesentlicher Aspekt, dass wir das auch den Lehrenden so kommunizieren, dass diese Strukturbildung ganz, ganz relevant ist.

427
00:47:24,670 --> 00:47:32,620
Verbindlichkeit ja, aber was sind denn so die Grundsätze, was wird erwartet, Welche Deadlines gibt, welche Pflichten gibt es? Kommunikation?

428
00:47:32,620 --> 00:47:36,699
Wie sind Lehrende zur Kommunikation bereit?

429
00:47:36,700 --> 00:47:41,739
Wie können sie kontaktiert werden? Welche Kanäle werden bedient? Dann die Lernbegleitung.

430
00:47:41,740 --> 00:47:50,500
Da versteht man darunter, dass klar definiert ist, welche Aufgabenstellungen alleine zu bearbeiten sind, also von den Studierenden selbst,

431
00:47:50,500 --> 00:47:57,100
wo und bei welchen Aufgabenstellungen sie aber eben auch noch zusätzlichen

432
00:47:57,100 --> 00:48:02,049
Input von den Lehrenden einfordern können oder diese eben kontaktieren können,

433
00:48:02,050 --> 00:48:10,000
wenn sie sich nicht ganz sicher sind, wie es denn hier weitergehen soll oder einfach nur in einen kurzen Austausch treten möchten.

434
00:48:10,780 --> 00:48:15,879
Rückmeldung ist ein ,Ups Entschuldigung, ist ein ganz wesentlicher Aspekt.

435
00:48:15,880 --> 00:48:23,080
Hier auch und zwar hier geht es darum, wie Studierende Feedback bekommen und zu welchen Zeitpunkten.

436
00:48:23,410 --> 00:48:25,750
Und die Flankierung, die Erpenbeck noch nennt.

437
00:48:25,750 --> 00:48:34,450
Da geht es tatsächlich darum, Sorge zu tragen, dass auch Studierende von ihren Kolleg*innen im Lernprozess begleitet werden.

438
00:48:34,450 --> 00:48:38,470
Also diese Flankierung ist tatsächlich als Peer-to-Peer zu sehen.

439
00:48:39,610 --> 00:48:42,129
So, und jetzt gehen wir wirklich zur nächsten Folie über.

440
00:48:42,130 --> 00:48:48,310
Und was ich Ihnen hier mitgebracht habe, sind kleine, eine kleine grafische Darstellung davon, wie wir Struktur bilden.

441
00:48:48,430 --> 00:48:55,209
Wir haben für den Studiengang eine Syllabusvorlage entwickelt, und zwar was sie links sehen in klein,

442
00:48:55,210 --> 00:48:59,830
Das ist der Syllabus, den wir für jede Lehrveranstaltung im Department haben.

443
00:49:00,370 --> 00:49:07,690
Ja, also das sind diese organisatorischen Aspekte, das sind die Bewertungskriterien.

444
00:49:07,960 --> 00:49:13,570
Wir haben hier die Lehrveranstaltungsinhalte, die Learning Outcomes, die Lernergebnisse.

445
00:49:13,930 --> 00:49:23,080
Dann haben wir noch einen Passus zu, wie KI eingesetzt werden kann in der Lehrveranstaltung und empfohlene Literatur und LV-Vorlagen.

446
00:49:23,770 --> 00:49:31,270
Wir haben hier aber eine zusätzliche Seite eingeführt, und zwar ist es die Syllabuserweiterung für Blended Learning Lehrveranstaltungen,

447
00:49:31,630 --> 00:49:35,740
die wie gesagt, bei KMU für jede Lehrveranstaltung verwendet werden muss.

448
00:49:36,100 --> 00:49:45,520
Hier haben Sie den Blended Learning Schlüssel. Also obwohl wir eben kein, normalerweise keine synchrone online Lehrveranstaltungen haben,

449
00:49:45,520 --> 00:49:51,220
ist es hier trotzdem explizit für den Fall, dass es doch noch mal eingesetzt wird, aus welchen Gründen immer.

450
00:49:51,550 --> 00:50:00,760
Wie wird das so genau aufgeschlüsselt, wie viel Prozent hier im Präsenz wie viel hier online in Präsenz und wie viel asynchron abgehandelt wird?

451
00:50:01,390 --> 00:50:07,840
Dann geben wir hier und da habe ich Ihnen jetzt nur ein kleines Beispiel angeführt die Orchestrierung bekannt,

452
00:50:07,840 --> 00:50:12,730
damit die Studierenden genau wissen, wie die Lehrveranstaltung strukturiert ist.

453
00:50:13,300 --> 00:50:18,940
Wir bitten die Lehrenden auch zu erklären. Und das ist tatsächlich ein Prosatext, der hier einzufügen ist,

454
00:50:19,300 --> 00:50:28,990
wie die sozialen und mediengestützten Lerndimensionen miteinander verknüpft sind, wie diese zum Lernerfolg beitragen sollen.

455
00:50:29,980 --> 00:50:33,970
In diesem Aspekt Lernbegleitung durch Lehrende wird aufgeschlüsselt,

456
00:50:34,210 --> 00:50:40,750
welche Aspekte von Studierenden selbst zu bearbeiten sind, wofür Lehrende unterstützend tätig sein können.

457
00:50:40,780 --> 00:50:49,749
Also wir haben zum Beispiel bei gewissen Logistikveranstaltungen, da ist es eine Voraussetzung, dass Excel bis zu einem gewissen Grad beherrscht wird.

458
00:50:49,750 --> 00:50:54,040
Hier würde also dann die Lehrende, die diese Lehrveranstaltung unterrichtet,

459
00:50:54,040 --> 00:50:59,049
reinschreiben Excel Grundkenntnisse sind durch Studierende selbst zu erwerben.

460
00:50:59,050 --> 00:51:04,480
Gibt vielleicht noch ein paar Tipps, wie man das machen kann. Aber sie ist nicht für Rückfragen dazu bereit.

461
00:51:05,790 --> 00:51:10,020
Und dann haben wir hier den letzten Aspekt. Das ist die Rückmeldung zur Lernleistung.

462
00:51:10,410 --> 00:51:20,610
Und da geht es darum, in welcher Form und wie und wann geben Lehrende tatsächlich Rückmeldung auf asynchrone Lernleistungen/Aufgabenstellungen?

463
00:51:23,700 --> 00:51:32,549
Der zweite Aspekt, den wir verwenden, um Struktur zu etablieren und den Studierenden eben diese Orientierung zu geben innerhalb der Lehrveranstaltung.

464
00:51:32,550 --> 00:51:38,430
Das ist ein Lesson Plan. Das machen viele auch für Nicht-Blended Learning Lehrveranstaltungen.

465
00:51:38,670 --> 00:51:42,090
Wir haben hier möglicherweise nur ein paar Aspekte ergänzt.

466
00:51:42,630 --> 00:51:46,230
Sie sehen hier immer, wie groß die Einheiten sind.

467
00:51:46,440 --> 00:51:52,229
Dann wird hier noch mal aufgeschlüsselt, was denn der Modus ist, der Blended Learning Modus.

468
00:51:52,230 --> 00:52:00,090
Ob das jetzt in Präsenz im Hörsaal oder eben online virtuell asynchron stattfindet, da haben wir ein paar Icons in Verwendung dafür.

469
00:52:00,930 --> 00:52:05,969
Dann sehen Sie als vierte Spalte die Methode hier kann sein, zum Beispiel Vortrag oder hier.

470
00:52:05,970 --> 00:52:10,380
Kann sein Gruppenarbeit oder hier kann sein case-study was auch immer.

471
00:52:11,370 --> 00:52:15,239
Dann ist die Aufwandsbewertung in der nächsten Spalte zu sehen.

472
00:52:15,240 --> 00:52:19,800
Und wie viel Stunden beschäftigt es denn tatsächlich die Lernenden?

473
00:52:20,220 --> 00:52:23,270
Was ist die konkrete Aufgabenstellung dann danach?

474
00:52:23,280 --> 00:52:26,490
Was sind die Lernergebnisse, die daraus erzielt werden sollen?

475
00:52:27,030 --> 00:52:33,960
Wann ist eine Deadline, Falls es eine Aufgabenstellung eben gibt, die bis zu einem gewissen Tag zu absolvieren ist?

476
00:52:34,320 --> 00:52:37,830
Wo wird diese denn abgegeben eingereicht?

477
00:52:37,840 --> 00:52:45,540
Das ist bei uns im Normalfall Moodle. Und in welchen Format wird Feedback gegeben und wann wird das passieren?

478
00:52:46,660 --> 00:52:50,100
So das ist ein relativ detaillierter Lessonplan.

479
00:52:50,820 --> 00:53:00,870
Was auch strukturbildend ist, ist, dass wir entschieden haben, dass wir einen Single Point of Access haben wollen für alle Lehrveranstaltungen.

480
00:53:00,870 --> 00:53:06,570
Bei uns im Studiengang ist das primär Moodle, auch wenn einige andere Medien eingesetzt werden.

481
00:53:07,170 --> 00:53:15,180
Die Studierenden wissen, dass jede Lehrveranstaltung einen Moodle Kurs hat und dass hier alle relevanten Informationen abgelegt sind,

482
00:53:15,180 --> 00:53:23,130
dass hier alle Abgaben stattfinden und dass alle anderen Medien, die verwendet werden oder Informationen, die benötigt werden, verlinkt sind.

483
00:53:23,310 --> 00:53:27,450
Also wenn man sich in Moodle einloggt, dann hat man schon mal diese Aspekte alle da.

484
00:53:29,440 --> 00:53:34,780
Wie gesagt, alle anderen Medien. Ich habe Ihnen hier einmal ein paar Beispiele angeführt.

485
00:53:34,780 --> 00:53:39,910
Was wir sonst so noch in der Lehre verwenden, sind auf diesem Single Point of Access verlinkt.

486
00:53:40,150 --> 00:53:45,850
Aufgabenstellungen, die mit diesen Medien zusammenhängen, sind auch eingebettet in Moodle.

487
00:53:45,850 --> 00:53:50,590
Idealerweise. Das geht nicht immer, aber zumindest eine Verlinkung sollte auf jeden Fall stattfinden.

488
00:53:51,010 --> 00:53:57,669
Also wie gesagt, Studierende haben als große Orientierung immer den Single Point of Access und das war uns ganz wichtig,

489
00:53:57,670 --> 00:54:01,329
dass das für jede einzelne Lehrveranstaltung ist.

490
00:54:01,330 --> 00:54:07,000
Und das ist auch ganz interessant, weil die Studiengangsleitungen, Studiengangsleitungen und Fachbereichsleitungen sitzen

491
00:54:07,000 --> 00:54:10,389
zu Beginn des Semesters auch da und klicken die Moodle Kurse durch und schauen,

492
00:54:10,390 --> 00:54:18,380
ob das eh für alle gemacht wird. Der Aspekt Verbindlichkeit, den ich ganz gerne ansprechen möchte, ist auch.

493
00:54:18,590 --> 00:54:25,670
Es gibt gemeinsame Lernregeln, es gibt Anwesenheitspflichten für die Präsenzveranstaltungen, es gibt soziale Lernformate.

494
00:54:25,970 --> 00:54:29,630
Dass man hier Verbindlichkeit schafft, dass man in der Gruppe arbeitet.

495
00:54:29,810 --> 00:54:36,379
Es gibt klare Fristensetzung für Aufgabenstellungen, es gibt klar terminierte Feedbackszenarien.

496
00:54:36,380 --> 00:54:40,850
Die Studierenden wissen immer, wann genau sie Feedback bekommen werden.

497
00:54:40,850 --> 00:54:45,530
Und das ist immer, auf jeden Fall vor der nächsten Präsenzeinheit.

498
00:54:47,790 --> 00:54:56,190
Dann, wie findet die Kommunikation statt? Und es ist über den Syllabus zum Beispiel auch ganz wichtig, den Studierenden noch mal zu verdeutlichen,

499
00:54:56,550 --> 00:55:03,900
wie ich schau jetzt mal kurz auf die Uhr, aber wie die Lehrenden zu kontaktieren sind und wann das möglich ist.

500
00:55:04,230 --> 00:55:10,230
Wir haben auch eine Open Door Policy. Studierende können auch jederzeit bei uns im Büro vorbeikommen, wenn das so ist.

501
00:55:10,530 --> 00:55:18,209
Wir regen tatsächlich auch diese Kontaktaufnahme an, einfach um noch etwas mehr soziale Aspekte in das Lernen hineinzubringen,

502
00:55:18,210 --> 00:55:22,230
als das sonst über die medial gestützte Version möglich wäre.

503
00:55:23,760 --> 00:55:26,729
Lernbegleitung? Ja, ich habe es gerade schon angesprochen.

504
00:55:26,730 --> 00:55:35,250
Der Lessonplan zeigt dann auch noch mal ganz klar, wofür Lehrende zur Verfügung stehen und wann eben Rückmeldung gegeben wird.

505
00:55:36,500 --> 00:55:42,020
Und die Flankierung, die ich vorher schon angesprochen habe, also dieses Peer to Peer.

506
00:55:42,260 --> 00:55:50,930
Man lässt die Lernenden nicht in ihrem Lernvorhaben alleine, sondern bemüht sich, dass sie auch untereinander sich vernetzen.

507
00:55:51,830 --> 00:56:00,500
Das versuchen wir so abzufragen, dass wir eben schauen, Wo sind denn Lernpartnerschaften oder Gruppenarbeiten vorgesehen?

508
00:56:01,070 --> 00:56:05,120
Wie viele Gruppenarbeiten sind zu viele Gruppenarbeiten? Das ist auch so ein Aspekt.

509
00:56:05,220 --> 00:56:14,570
Also auch hier haben wir einen Blick darauf. Aber das wiederum zeigt der Lesson Plan, ob im Team oder individuell gearbeitet wird.

510
00:56:15,410 --> 00:56:21,240
Ich habe es Ihnen hier jetzt eben als Grafik noch mal ein bisschen aufgeschlüsselt. Wer ist wofür zuständig?

511
00:56:21,260 --> 00:56:27,860
Primär sind die Studiengangsleitungen, die Fachbereichsleitungen für die Qualitätssicherung im Studiengang verantwortlich.

512
00:56:28,070 --> 00:56:32,380
Mit den eben schon genannten Aspekten Syllabus, Lesson Plan und Moodlekurs.

513
00:56:32,750 --> 00:56:42,410
Insbesondere Rückmeldungen und Flankierung, fragen wir aber zusätzlich auch noch über punktuelle und strukturelle Evaluierungen durch Studierende ab.

514
00:56:44,460 --> 00:56:52,140
Und ja, auch das habe ich eben vorher schon erwähnt in der Anfangsphase möglichst internes Lehrpersonal einsetzen.

515
00:56:52,140 --> 00:56:56,820
Das hat sich bei uns sehr bewährt, weil es leichtere Absprachen gibt,

516
00:56:56,820 --> 00:57:05,880
weil man es sehr viel einfacher auch gemeinsame Vorgehen etablieren kann und dann Schritt für Schritt,

517
00:57:06,180 --> 00:57:10,920
wenn sich das Konzept einmal etabliert hat, eben auch externe Lehrende einbinden kann.

518
00:57:12,910 --> 00:57:17,830
Was sind denn so typische Situationen, wo Qualitätsmängel auftreten können?

519
00:57:18,340 --> 00:57:26,709
Das sind das in der, in der Taktung, in der Planung, die asynchronen Bearbeitungszeiten und vor allem das Feedback,

520
00:57:26,710 --> 00:57:31,630
das dann angegliedert, ja noch stattfinden muss, nicht ausreichend berücksichtigt wird.

521
00:57:31,900 --> 00:57:38,670
Es ist bei Blended Learning Szenarien nicht sehr typisch, dass jede Woche zur gleichen Zeit die Lehrveranstaltung stattfindet,

522
00:57:38,680 --> 00:57:45,100
insbesondere bei berufsbegleitenden Studierenden, weil dann sehr wenig Arbeitszeit da ist.

523
00:57:47,350 --> 00:57:55,120
Ein weiterer Aspekt, der uns immer wieder beschäftigt, ist, dass die Lehrenden nicht zeitgerecht eben dieses Feedback geben.

524
00:57:55,150 --> 00:57:58,870
Das muss natürlich angesprochen werden und eben auch etabliert werden.

525
00:58:00,280 --> 00:58:07,689
Und was auch ein Thema sein kann, ist, dass die Kommunikation zwischen Lehrenden und Studierenden abseits der Präsenzeinheiten,

526
00:58:07,690 --> 00:58:12,970
also asynchron nicht gut funktioniert oder nicht ausreichend funktioniert.

527
00:58:13,150 --> 00:58:19,030
Und auch da sind Studiengangsleitungen, Fachbereichsleitungen gefragt, einzuschreiten und hier eine Brücke zu bauen.

528
00:58:19,960 --> 00:58:26,110
Ich kann Ihnen also nur empfehlen, für diese Aspekte entweder Checklisten einzuführen,

529
00:58:27,430 --> 00:58:31,450
insbesondere auch beim Syllabus, wenn Sie eben darauf hinweisen.

530
00:58:31,450 --> 00:58:37,059
Rückmeldung muss so und so gegeben werden, wenn Lehrende das sich noch mal in den Kalender eintragen,

531
00:58:37,060 --> 00:58:41,950
gleich bei der Planung, wenn sie noch mal darauf aufmerksam gemacht gemacht werden, dann ist es.

532
00:58:42,160 --> 00:58:50,980
Dann haben Sie mehr die Möglichkeit, das zu kontrollieren. Und hier eben die Intervention noch durch Studiengangsleitung und Fachbereichsleitung.

533
00:58:52,550 --> 00:58:55,220
Wir haben studentische Jour Fixe eingeführt,

534
00:58:55,220 --> 00:59:07,760
wo eben auch nochmal punktuell nachgefragt wird und schriftliche Evaluierungen zu Semesterende, die wir bemühen, um Feedback zu bekommen.

535
00:59:08,090 --> 00:59:18,790
Und wir haben laufend Austauschformate zu Lehrformaten und Methoden für unsere Lehrenden und die sich hier nicht aktiv beteiligen,

536
00:59:19,130 --> 00:59:24,140
sich beteiligen, denn werden dann auch noch mal höflich dazu aufgefordert, das zu machen.

537
00:59:25,700 --> 00:59:32,600
Ich würd ganz gerne bevor ich zum Ende kommen noch ein, zwei Aspekte anführen und zwar das ist wie bilden wir asynchron die Lehre ab?

538
00:59:33,650 --> 00:59:40,920
Wir bilden tatsächlich bei uns an der FH Salzburg, die, wie Sie hier sehen, im Stundenplan als asynchrone Lehre ab.

539
00:59:40,940 --> 00:59:50,420
Studierende sehen das nicht. Das ist für unsere Systeme auch relevant, dass diese Einheiten auch zum Lehrdeputat dazugezählt werden.

540
00:59:52,130 --> 00:59:57,410
Hier sehen sie einfach eine normale Präsenzeinheit und hier ist, wie asynchrone Lehre abgebildet wird.

541
00:59:57,410 --> 01:00:01,100
Im Endeffekt steht hier nur asynchrone Lehre dabei und es ist kein Raum.

542
01:00:01,490 --> 01:00:08,180
Das ist aber eben die Grundlage für die Besoldung. Und das wollte ich eben auch noch kurz ansprechen, wie das bei uns gehandhabt wird.

543
01:00:08,450 --> 01:00:12,829
Asynchrone Einheiten werden genau wie Präsenzeinheiten besoldet.

544
01:00:12,830 --> 01:00:18,530
Für interne Lehrende wird das zum Lehrdeputat dazugezählt bzw mit eingerechnet.

545
01:00:18,830 --> 01:00:22,700
Für externe Lehrende wird das pro Einheit auch ausbezahlt.

546
01:00:22,700 --> 01:00:27,380
Voraussetzung hierfür ist natürlich eben diese Qualität, die wir einfordern,

547
01:00:27,680 --> 01:00:32,209
und zwar, dass auch Leistung während dieser asynchronen Einheiten erbracht wird,

548
01:00:32,210 --> 01:00:38,300
und zwar in Form von Feedbackmeldungen an Studierende oder Einzelgespräche mit Studierenden.

549
01:00:38,300 --> 01:00:45,940
Wie auch immer. Abschließend möchte ich hier noch anführen Bei uns wurde in der Umstellungsphase,

550
01:00:45,940 --> 01:00:53,380
weil es ja doch für Lehrende auch zeitaufwendig ist, das zu machen, kurzfristig das Lehrdeputat auch verringert.

551
01:00:53,710 --> 01:00:58,060
Um diese Umstellung und diese Schulungsmaßnahmen zu intensivieren.

552
01:00:58,300 --> 01:01:02,140
Da kann ich gerne in der Diskussionsrunde dann noch einmal kurz darauf zurückkommen.

553
01:01:03,910 --> 01:01:07,240
Ja, und damit sind wir dann auch schon bei der Diskussion angelangt.

554
01:01:07,270 --> 01:01:14,229
Ich freue mich schon sehr auf Ihren Input, auf Ihre Fragen und ich habe es eingehend auch schon angesprochen.

555
01:01:14,230 --> 01:01:17,889
Sie haben meine E Mail Adresse auch in der Präsentation drinnen.

556
01:01:17,890 --> 01:01:23,740
Ich freue mich auch, wenn Sie abseits dieser Veranstaltung mit mir Kontakt zu dem Thema aufnehmen wollen.

557
01:01:25,270 --> 01:01:25,930
Vielen Dank.

