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Mein Name ist Yasmin Peters und ich bin wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Lebensmittelsicherheit an der Hochschule Geisenheim.

00:00:08.000 --> 00:00:11.000
Was waren die zentralen Herausforderungen bei der digitalen Umstellung?

00:00:11.000 --> 00:00:17.000
Die zentralen Herausforderungen bei der Umstellung auf digitale Medien im Institut, wie auch in allen

00:00:17.000 --> 00:00:25.000
anderen Instituten und auch vielen Hochschulen waren zum einen die schlagartige Umstellung auf das Homeoffice,

00:00:25.000 --> 00:00:33.000
was dazu geführt hat, dass wir vollkommen geänderte Kommunikationsprozesse hatten und die Ungewissheit,

00:00:33.000 --> 00:00:41.000
wie die Lehre im Sommersemester überhaupt stattfindet und wie die Lehre dann zu dem Zeitpunkt auch aussieht.

00:00:41.000 --> 00:00:51.000
Eine weitere Herausforderung war, dass die Kolleg_innen an meinem Institut bisher kaum Berührungspunkte mit dem Thema digitale Lehre hatten.

00:00:51.000 --> 00:01:02.000
Die Kolleg_innen wurden zwar in der Kürze der Zeit, durch unsere E-Learning-Abteilungen mit sehr, sehr hilfreichen Materialien ausgestattet, um digitale Formate umzusetzen,

00:01:02.000 --> 00:01:15.000
dennoch war der individuelle Kenntnisstand bei uns sehr unterschiedlich, was dazu geführt hat, dass eine gewisse Unsicherheit geherrscht hat, gerade auch zum Einstieg.

00:01:15.000 --> 00:01:22.000
Gerade dadurch, dass wir alle im Homeoffice verortet waren,

00:01:22.000 --> 00:01:28.000
war die Unterstützung der individuellen Bedürfnisse per Ferndiagnose recht komplex.

00:01:28.000 --> 00:01:32.000
Deswegen war für mich die logische Schlussfolgerung oder die logische Konsequenz daraus,

00:01:32.000 --> 00:01:38.000
dass ich Videos produziert habe zu den individuellen Problemen der Dozierenden.

00:01:38.000 --> 00:01:50.000
Und diese Videos dann auch entweder als Bildschirm-Mitschnitt produziert oder mit vertont habe,

00:01:50.000 --> 00:01:55.000
sodass die Kolleg_innen im Institut, aber auch die E-Learning-Abteilung ein bisschen entlastet wird.

00:01:55.000 --> 00:01:59.000
Was hat sich durch Ihre Videos bei den Kolleg_innen geändert?

00:01:59.000 --> 00:02:04.000
Für meine Kolleg_innen aus dem Institut hat sich aufgrund der Videos vor allen Dingen eine

00:02:04.000 --> 00:02:13.000
Veränderung in Bezug auf ihre Sicht zu digitalen Medien und zu digitaler Lehre verändert.

00:02:13.000 --> 00:02:20.000
Ich glaube, die Berührungsängste gerade zum Einstieg haben sich dadurch ein wenig minimiert.

00:02:20.000 --> 00:02:27.000
Auch die Einarbeitungszeit in das gesamte Thema hat sich verkürzt.

00:02:27.000 --> 00:02:32.000
Dadurch konnten sich die Kollegen vor allen Dingen auch auf die qualitativen Inhalte

00:02:32.000 --> 00:02:40.000
konzentrieren und mussten nicht mehr so viel Zeit in die technischen Aspekte investieren.

00:02:40.000 --> 00:02:43.000
Wie war das Feedback der Kolleg_innen?

00:02:43.000 --> 00:02:55.000
Das Feedback war eigentlich immer recht positiv. Die Kolleg_innen fanden es sehr hilfreich, die Inhalte nicht nur in Form von PDFs,

00:02:55.000 --> 00:02:59.000
wie sie zum Beispiel von der E-Learning-Abteilungen aufgearbeitet wurden,

00:02:59.000 --> 00:03:05.000
sondern auch als visuelles Medium zu sehen, sodass man die Einzelschritte noch einmal nachvollziehen konnte.

00:03:05.000 --> 00:03:12.000
Das hat vor allen Dingen auch den Kollegen geholfen, die noch nicht so einen hohen Kenntnisstand in dem Bereich hatten,

00:03:12.000 --> 00:03:18.000
weil sie dann wirklich Schritt für Schritt einmal den Gesamtprozess nachvollziehen konnten.

00:03:18.000 --> 00:03:21.000
Welche Zielgruppe haben Sie angesprochen?

00:03:21.000 --> 00:03:28.000
Die primäre Zielgruppe war bei mir die Dozierenden, bzw. meinen Kolleg_innen im Institut,

00:03:28.000 --> 00:03:32.000
die, wie ich schon kurz erwähnt hatte, einen sehr unterschiedlichen Kenntnisstand dazu,

00:03:32.000 --> 00:03:42.000
sowohl in der Hardware als auch bei Software hatten. Nachdem die Videos produziert waren, bzw. auch schon in der Phase der Produktion,

00:03:42.000 --> 00:03:46.000
hab ich aber auch schon bilateral mit dem E-Learning abgestimmt,

00:03:46.000 --> 00:03:53.000
dass sie diese in Ilias hochladen und sie jederzeit bei Fragen von anderen Dozierenden auf den Ordner verweisen können.

00:03:53.000 --> 00:04:01.000
So hatte jeder Zugriff auf die Inhalte, auch außerhalb unseres Institutes.

00:04:01.000 --> 00:04:04.000
Was für digitalen Content haben Sie produziert und wie?

00:04:04.000 --> 00:04:09.000
Der von mir produzierte digitale Content basierte vor allen Dingen auf Videos,

00:04:09.000 --> 00:04:15.000
die ich per Screencast oder Bildschirmaufnahme auf dem iPad realisiert hatte

00:04:15.000 --> 00:04:24.000
und waren vor allen Dingen Videos, in denen die Erläuterung der wichtigsten Nutzerfunktionen für Ilias,

00:04:24.000 --> 00:04:33.000
aber auch für Powerpoint und andere Soft- und Hardwareformate dargestellt wurden.

00:04:33.000 --> 00:04:36.000
Wie und wo haben Sie die Inhalte bereitgestellt?

00:04:36.000 --> 00:04:42.000
Die Inhalte wurden in einem gesonderten Ordner für Dozierende in Ilias bereitgestellt,

00:04:42.000 --> 00:04:45.000
sodass sowohl die Dozierenden aus dem Institut für Lebensmittelsicherheit,

00:04:45.000 --> 00:04:55.000
aber auch aus den anderen Bereichen, darauf Zugriff hatten und so auch einfach jederzeit von zuhause aus, wann immer es ihnen gepasst hat,

00:04:55.000 --> 00:05:01.000
in diesen Ordner schauen und sehen konnten, ob ich vielleicht schon mal ein neues Video hochgeladen hatte.

00:05:01.000 --> 00:05:04.000
Was ist in Zukunft mit den digitalen Inhalten geplant?

00:05:04.000 --> 00:05:10.000
Wenn ich in den nächsten Wochen noch mal ein bisschen Leerlauf haben sollte, bevor dann das nächste Semester startet,

00:05:10.000 --> 00:05:21.000
werde ich die Videos mir nochmal genauer anschauen und auch einige Teile wahrscheinlich noch einmal neu aufsetzen und neu vertonen.

00:05:21.000 --> 00:05:22.000
Einfach dadurch,

00:05:22.000 --> 00:05:33.000
dass ich das in der Kürze der Zeit sehr individuell gemacht habe, jetzt das Feedback der Dozierenden habe und besser sagen kann: Okay,

00:05:33.000 --> 00:05:37.000
da fehlt noch eine Erklärung oder das war zu ausufernd.

00:05:37.000 --> 00:05:50.000
Würde ich die Videos schon gerne noch nochmal abändern und auch durch die Erfahrung des Semesters jetzt das Portfolio noch ein bisschen ausbauen.

00:05:50.000 --> 00:05:53.000
Möchten Sie abschließend noch etwas sagen?

00:05:53.000 --> 00:06:05.000
Das war rückwirkend eine wirklich gute Möglichkeit und war auch vom Feedback der Dozierenden so, dass ich

00:06:05.000 --> 00:06:10.000
eigentlich ganz positiv auf das nächste Semester blicke,

00:06:10.000 --> 00:06:19.000
weil die Dozierenden zum einen jetzt ihre Hemmschwelle abgebaut haben und die Möglichkeiten der digitalen Lehre erkannt haben.

00:06:19.000 --> 00:06:25.000
Manche hatten dies auch schon erkannt, aber ich denke, das ist jetzt so ein bisschen tiefer durchgedrungen und ich denke,

00:06:25.000 --> 00:06:45.480
das wird auch den Fokus auf die digitalen Medien im Gesamtkonstrukt Hochschulstudium verändern.