﻿WEBVTT

00:00:00.030 --> 00:00:02.070
Mein Name ist Karin Gräslund,

00:00:02.070 --> 00:00:11.760
ich bin an der Wiesbaden Business School der Hochschule Rhein-Main und dort unterrichte ich Bachelorstudierende in Wirtschaftsinformatik.

00:00:11.760 --> 00:00:19.820
Bachelorstudierende des Studiengangs Business Administration und unter anderem auch Masterstudierende im Controlling and Finance

00:00:19.820 --> 00:00:32.410
in deren Finanzinformationenmanagement, wir nennen das neudeutsch digital Finance. Zuständig bin ich für wirtschaftsinformatische Themen und den Studierenden IT beizubringen.

00:00:32.410 --> 00:00:42.830
Das ist natürlich in Zeiten wie diesen eine Ehre und eine Verpflichtung.

00:00:42.830 --> 00:00:48.620
Ich möchte heute mit Ihnen über meinen Kurs Datenbankmanagement sprechen.

00:00:48.620 --> 00:00:55.160
Dort unterrichte ich im zweiten Semester meine Bachelorstudierenden im Umgang mit Modellierung.

00:00:55.160 --> 00:01:05.450
Also wie modelliert man? Wie sagt man einem Informatiker, wie eine Datenbank auszusehen haben soll und auch ein bisschen den Umgang damit kennt,

00:01:05.450 --> 00:01:08.870
damit man weiß, wofür man solche Modelle erstellt.

00:01:08.870 --> 00:01:15.160
Wir haben uns diesen Kurs herausgesucht, weil es hier insbesondere eine ganze Reihe von Feedback gibt.

00:01:15.160 --> 00:01:22.400
Und das hat auch damit zu tun, wie die Lehre an und für sich in der Wiesbaden Business School sowieso aufgebaut ist.

00:01:22.400 --> 00:01:25.640
Schon immer habe ich diesen Kurs relativ digital gemacht,

00:01:25.640 --> 00:01:32.840
bei dem Thema Datenbanken. Schon immer habe ich diese Vorlesung in den Zeiten gehalten über den theoretischen

00:01:32.840 --> 00:01:43.010
Hintergrund und begleitet mit Übungen an der Datenbank oder am Datenbank Managementsystem zu diesen Themen.

00:01:43.010 --> 00:01:53.470
Damit die Studierenden sowohl Theorie als auch praktische Bedeutung dafür kennen.

00:01:53.470 --> 00:02:00.430
Anders als in den bisherigen Semestern habe ich allerdings nicht nur einfach unsere Lernplattform verwendet,

00:02:00.430 --> 00:02:09.900
die auch schon immer Teil der Lehre war und wo ich auch schon immer Aufgaben im Semester gestellt und Feedback in der Lernplattform gegeben hatte.

00:02:09.900 --> 00:02:14.440
Dieses Jahr war die Herausforderung die Studierenden an ein Datenbanksystem heranzuführen,

00:02:14.440 --> 00:02:21.520
ohne sie im selben Raum zu haben, ohne hinter sie treten zu können und ihnen zu helfen.

00:02:21.520 --> 00:02:27.520
Zum Beispiel mit der Datenbank richtig gut umgehen zu können, ihnen also sofort beizustehen,

00:02:27.520 --> 00:02:35.290
im wortwörtlichen Sinne. Und wir haben auch eine ganze Menge an Herausforderungen gehabt, einfach deswegen, weil es viele Studierende waren.

00:02:35.290 --> 00:02:39.940
Ich hatte eine sehr schöne hohe Beteiligung. Darüber habe ich mich sehr gefreut.

00:02:39.940 --> 00:02:44.430
Aber es war eben auch schwierig, an der Stelle auf alle Studierenden einzugehen.

00:02:44.430 --> 00:02:48.340
An dem Punkt also herausfordernde Größen.

00:02:48.340 --> 00:03:00.150
So ist die Lehre bislang aufgebaut. Im Corona Semester war sie also digital, die Übungen auch digital und die Studierenden haben von zuhause aus gearbeitet.

00:03:00.150 --> 00:03:07.140
Die Herausforderung war das gut zu unterstützen.

00:03:07.140 --> 00:03:15.880
Im Corona Semester fand die Veranstaltung eigentlich zu denselben Zeiten statt, wie sie auch in der Präsenz stattgefunden hat die bisherigen Semester.

00:03:15.880 --> 00:03:30.030
Und zwar die Vorlesung in derselben Zeit, die eben für die Vorlesungen angegeben war und auch in einem Format, wo ich mich hingestellt habe und mir vorgestellt habe all diese Studenten die ich da jetzt auf dem Video sehe wären jetzt in meinem Hörsaal.

00:03:30.030 --> 00:03:39.640
Ich habe doziert, wenn Sie so wollen, habe aber auch eine ganze Menge an Feedback eingeflochten, dass ich auch anders gemacht habe als in meiner Präsenzlehre,

00:03:39.640 --> 00:03:45.020
nämlich Fragestellungen mit onlineTools, die Hilfe gesucht,

00:03:45.020 --> 00:03:50.440
bedeutet auch das Feedback zu bekommen, da gibt es ein Tool das heißt Answer Garden, das ich sehr mag, weil dort Textantworten

00:03:50.440 --> 00:03:56.220
geantwortet wird und je öfter ein Wort auftaucht, desto größer erscheint es in einer Wortwolke.

00:03:56.220 --> 00:04:05.400
Da kann man sehr schön sagen okay da liegt ihr richtig und auch die Ausreißer thematisieren und sagen da liegt ihr falsch.

00:04:05.400 --> 00:04:07.330
Das kann man auch bei den Studierenden sehr gut.

00:04:07.330 --> 00:04:16.150
Ich habe beobachtet, dass in Zeiten, wo ich dieses Feedback gegeben habe, doch die Einwahlzahl

00:04:16.150 --> 00:04:26.150
im Verlauf des Semesters stieg, weil die Studierenden das Gefühl hatten, dass es in dem Moment, wo sie Feedback geben, von mir wiederum Feedback bekommen. Also das es wirklich in eine Richtung Interaktion ging.

00:04:26.150 --> 00:04:30.370
Irgendwie hat das Digitale dabei geholfen. Ich mache das eigentlich auch in der Vorlesung.

00:04:30.370 --> 00:04:40.390
Aber natürlich fragt man da einen und nicht alle gleichzeitig. Und die Studierenden bekommen auch nicht so schnell Feedback darauf, ob sie richtig liegen oder falsch,

00:04:40.390 --> 00:04:49.540
und gehen aber trotzdem so ein bisschen unter in der Menge, also bleiben so halbwegs anonym, wie man das auch von vielen Feedbacktools kennt.

00:04:49.540 --> 00:04:56.780
Ansonsten fand die Übung nicht mehr so statt wie sonst. Ich habe sie sonst in einem großen Raum 60 Studierende,

00:04:56.780 --> 00:05:06.880
annähernd in einem großen Computer Labor und manchmal auch in einem weiteren Computerlabor noch weitere oder im Wechsel zwei Gruppen,

00:05:06.880 --> 00:05:11.130
ich habe immer so ungefähr 120 Studierende jedes Semester.

00:05:11.130 --> 00:05:21.730
Wir betreuen die sonst mit studentischen Kräften und ich in der Übung und zeigen, wie es geht und konnten ihnen leider jetzt nicht mehr beistehen in der Situation.

00:05:21.730 --> 00:05:27.850
Weil in der Videosituation sind sie alleine zu Hause und haben von mir Filme bekommen, die ich,

00:05:27.850 --> 00:05:31.780
weil die Frist, wir haben sehr früh begonnen, wirklich sehr kurz war,

00:05:31.780 --> 00:05:41.740
habe ich dafür Videomaterial von Kollegen verwendet, die das schon für Onlineschulung vorbereitet, Klickanleitung wirklich ins Detail gemacht haben.

00:05:41.740 --> 00:05:44.290
Das hat auch super funktioniert.

00:05:44.290 --> 00:05:54.250
Kam von den Inhalten sehr, sehr gut an, ebenso, dass der Student allein vor der Kiste saß und sich selbst motivieren musste, die Übungen dafür zu machen.

00:05:54.250 --> 00:05:58.250
Wir haben uns aber eine ganze Menge einfallen lassen, um sie dazu zu animieren.

00:05:58.250 --> 00:06:10.560
Es gibt immer, auch in Präsenzphasen in der Übung zwei Abgaben, wo die Studierenden direktes Feedback bekommen, auch digital in der Lernplattform.

00:06:10.560 --> 00:06:16.520
Wir haben es jetzt so gemacht, dass wir noch Fragen angereichert haben, die automatische Antworten geben.

00:06:16.520 --> 00:06:21.960
Bei 120 Studierenden können Sie sich vorstellen. Schafft man das nicht mehr auf Textantworten

00:06:21.960 --> 00:06:29.590
auf eine vernünftige, akzeptable Antwort zu geben, ohne zu sehr in Textbausteine zu verfallen.

00:06:29.590 --> 00:06:33.530
Deswegen habe ich da sehr viel automatisiert. Auch das wurde wirklich rege genutzt.

00:06:33.530 --> 00:06:38.430
Auch eine Form von Feedback, die glaube ich den Studierenden gut gefallen hat und

00:06:38.430 --> 00:06:44.350
ich würde mir das jetzt auch für die Zukunft merken.

00:06:44.350 --> 00:06:54.280
In der Vorlesung auch das, was ich gesagt habe oder die Fragestellung in der Lernplattform zu beantworten.

00:06:54.280 --> 00:06:58.060
Man trifft ja die Studierenden auch immer wieder und kann drauf eingehen

00:06:58.060 --> 00:07:11.770
das eher zu ersetzen durch wirklich direktes Feedback in dem Moment, wo der Student es macht und sofort merkt ich liege richtig oder ich liege falsch, ich muss mir nochmal anschauen.

00:07:11.770 --> 00:07:15.530
Wir haben in diesem Semester leider keine Evaluation gemacht.

00:07:15.530 --> 00:07:19.430
Ich hatte mich da sehr darüber gefreut, direkt auch per Fragebogen Feedback zu bekommen.

00:07:19.430 --> 00:07:27.260
Das wird jetzt im September oder Oktober glaube ich bei uns erst nachgeholt. Insofern kann ich jetzt noch keine statistischen Werte geben.

00:07:27.260 --> 00:07:33.920
Aber ich würde mal sagen das Feedback der studierenden Abstimmung mit den Füßen heißt: Eine sehr,

00:07:33.920 --> 00:07:39.980
sehr hohe Beteiligung an der Veranstaltung hat mich einfach dazu bewogen zu sagen Ja, das muss gut gewesen sein.

00:07:39.980 --> 00:07:46.760
An der Stelle, weil wer immer wieder kommt und zusätzlich Studierende kommen um die Teilnahme ist hoch, ist das erst Mal

00:07:46.760 --> 00:07:50.420
für mich finde ich ein legitimes Zeichen für ein ganz gutes Feedback.

00:07:50.420 --> 00:07:59.150
Ich habe aber auch in den Feedbackrunden selber gemerkt, wenn ich mit Tools die Abfrage gemacht hatte und dann auch Feedback gegeben habe.

00:07:59.150 --> 00:08:01.100
Was ist richtig und was ist falsch?

00:08:01.100 --> 00:08:09.740
Kamen doch deutlich mehr Fragen, auch Fragen auf die Antworten, die ich gegeben habe oder die Bitte, das noch anders zu wiederholen.

00:08:09.740 --> 00:08:17.590
Sehr viel mehr Wahrnehmung dieser Holschuld, die Studenten eigentlich ja sowieso, haben aber hier auch wirklich wahrgenommen, dass das gemacht wird.

00:08:17.590 --> 00:08:21.170
Und insofern hatte ich wirklich ein sehr schönes Gefühl.

00:08:21.170 --> 00:08:27.050
Ich muss zugeben, dass es mir sehr viel mehr Spaß macht, wenn man, wenn man das Gefühl hat, Sie machen mit,

00:08:27.050 --> 00:08:33.440
Sie denken mit, Sie sind da dran und dann kann auch mal eine Frage kommen, die irgendwie falsch ist oder in die falsche Richtung geht.

00:08:33.440 --> 00:08:42.060
Das ist alles nicht schlimm, dafür sind wir ja gemeinsam in dieser Veranstaltung.

00:08:42.060 --> 00:08:48.570
Ich habe verschiedene Arten von Feedback eingesetzt, ich hatte Feedback in der Vorlesung genannt,

00:08:48.570 --> 00:08:54.990
wo ich Fragen gestellt habe, die ich mit Unterstützung abgefragt habe.

00:08:54.990 --> 00:09:00.720
Die Studierenden haben sehen können, meistens anonym, sodass da keiner besonders heraussticht,

00:09:00.720 --> 00:09:09.370
ob sie mit ihrer Fragestellung richtig oder falsch liegen, wo auch die anderen Studierenden die richtige Antwort sehen und wie ich darauf reagiere.

00:09:09.370 --> 00:09:17.150
Und Feedback auf diese Fragen. Ich habe Feedback gegeben durch automatisierte Fragen, die ich hinterlegt habe,

00:09:17.150 --> 00:09:22.290
in der Lernplattform Stud IP, wie ich das eigentlich schon immer getan habe,

00:09:22.290 --> 00:09:27.680
diesmal hatte ich allerdings eine Änderung darin, dass ich automatisierte Antworten vorgefertigt habe.

00:09:27.680 --> 00:09:36.090
Ich habe die Fragestellungen und deren Antwort stark umgestellt und hatte das Gefühl, dadurch wurden sie besser wahrgenommen.

00:09:36.090 --> 00:09:43.290
Auch da war die Anzahl der wahrnehmenden Studierenden relativ hoch im Vergleich, auch bei Aufgaben,

00:09:43.290 --> 00:09:48.210
die ich nicht mit einer Abgabe zählenden Punkten versehen hatte,

00:09:48.210 --> 00:09:54.520
war die Wahrnehmung sehr stark und da würde ich sagen, das ist erst mal ein ganz gutes Feedback.

00:09:54.520 --> 00:10:00.550
Und natürlich habe ich auch zum Schluss des Corona Semesters so etwas gesagt, wie Vielen Dank, dass Sie durchgehalten haben.

00:10:00.550 --> 00:10:10.440
Es war mir eine Freude und Sie haben mein Tag strukturiert mit ihren Teilnahmen und den Dingen, die wir gemeinsam gemacht haben.

00:10:10.440 --> 00:10:14.550
Die Studierenden haben ja durchaus gesagt auch viele Dinge

00:10:14.550 --> 00:10:23.670
fanden sie gut an der Stelle, die sie gerne beibehalten wollen, was vielleicht auch noch eine interessante Form von Feedback war.

00:10:23.670 --> 00:10:33.030
Insbesondere in der Übung am System. Die dritte Art von Feedback, die ich gegeben habe und das war anders, als ich das im Setting mache,

00:10:33.030 --> 00:10:37.430
wo ich einen großen Raum habe und im Prinzip die Übung zeige, worum es geht.

00:10:37.430 --> 00:10:42.330
Und dann rumgehe, um bei einzelnen Studierenden Hilfe zu korrigieren,

00:10:42.330 --> 00:10:48.330
nämlich dass wir den Bildschirm auf die Fragestellungen des Studierenden umschalten konnten,

00:10:48.330 --> 00:10:55.930
der gerade ein Problem hat und ich konnte zwar nicht direkt bei ihm eingreifen, um den richtigen Knopf zu drücken.

00:10:55.930 --> 00:11:02.970
Aber ich konnte mit ihm schauen oder mit ihr schauen, wo hängt sie gerade und sie aufmerksam machen: Sie doch mal

00:11:02.970 --> 00:11:10.970
da spricht das System mit dir und gibt dir eigentlich Feedback in der Fehlermeldung, ließ die doch bitte mal und reagier darauf.

00:11:10.970 --> 00:11:17.640
Fand ich wirklich bereichernd. Ich würde mir fast vorstellen, dass man vielleicht diese asynchrone Form: Ihr macht das mal zuhause.

00:11:17.640 --> 00:11:27.020
Wir machen hier eine Sprechstunde zu Aufgaben. dass das eine sehr vernünftige Art ist, damit umzugehen.

00:11:27.020 --> 00:11:32.430
Und ich hatte auch mit den studierenden Tutoren vor gesprochen,

00:11:32.430 --> 00:11:42.870
dass wir eben nicht die Übung vorturnen als eine Art Tanzbär, sondern dass wir den Studierenden, die mit echten Problemen kommen helfen.

00:11:42.870 --> 00:11:47.770
Das heißt aber auch, dass die Studierenden kommen müssen. Und wenn sie nicht kommen, gibt's keine Hilfe.

00:11:47.770 --> 00:11:53.790
Und da wir ja auch im Hintergrund die Videos hatten, die nochmal genau gezeigt haben, wie man das macht,

00:11:53.790 --> 00:12:00.150
durch bloße Nachahmung auch den richtigen Weg rausfinden konnte, war das ein guter Weg.

00:12:00.150 --> 00:12:03.210
Das hat dazu geführt, dass da nicht mehr so viele teilgenommen haben,

00:12:03.210 --> 00:12:07.770
die irgendwie gar nichts vorbereitet hatten und also nicht verstehen, worum es geht.

00:12:07.770 --> 00:12:16.140
Aber diejenigen, die teilgenommen haben, haben eine gute Hilfe bekommen und auch das Feedback, dass das gut war, dass man beim anderen gesehen hat,

00:12:16.140 --> 00:12:19.410
wie das typische Problem, das dann augenscheinlich auftaucht,

00:12:19.410 --> 00:12:25.810
vom anderen gelöst wurde und man dann wiederum als Studierende von Studierenden lernen muss.

00:12:25.810 --> 00:12:35.370
Ich trage auch selber vor, das hat glaube ich auch die Akzeptanz noch ein bisschen erhöht und für digitales Semester, in denen Betriebswirte sich auskennen

00:12:35.370 --> 00:12:44.440
mit Technik haben wir auch für die Studierenden, vom Inhalt her einiges geschafft dass sie tatsächlich ein bisschen mit Datenbanken umgehen können.

00:12:44.440 --> 00:12:58.980
Keine Frage, Betriebswirte werden keine Spezis darin, aber so viel davon verstanden haben, dass sie auch in der digitalen Zukunft ganz gut gerüstet sind.

00:12:58.980 --> 00:13:04.150
Ich kann vielleicht an einem Beispiel klarmachen, wie das Feedback sich verändert hat.

00:13:04.150 --> 00:13:10.400
Ich habe viel mehr gewartet, dass eine größere Gruppe von Studenten Antwort gibt,

00:13:10.400 --> 00:13:21.590
hab sie selber auch diesen Prozess beobachten lassen, wie die Antworten entstehen und habe dann schwerpunktmäßig herausgegriffen in so einer Wortwolke zum Beispiel:

00:13:21.590 --> 00:13:29.230
Okay, die meisten haben das richtig gesehen. Warum das richtig war und dann aber auch diese falschen Antworten kommentieren können.

00:13:29.230 --> 00:13:35.180
Das war für mich bemerkenswert an diesem Feedback, das man einholt direkt im Unterricht.

00:13:35.180 --> 00:13:43.600
Und die Studierenden anonym beitragen können und man wirklich sehr gut diese falschen Antworten berichtigen kann,

00:13:43.600 --> 00:13:47.050
ohne irgendjemanden verletzen oder bloßstellen zu müssen.

00:13:47.050 --> 00:13:50.050
Ich habe gemerkt, dass Studierende manchmal auch sehr darauf reagieren,

00:13:50.050 --> 00:13:54.240
wenn sie als Einzelner etwas sagen, dass ist dann nicht so gut und man kritisiert ein bisschen.

00:13:54.240 --> 00:13:58.510
Das soll ja eigentlich helfen und ist gar nicht böse gemeint, hat also nichts zu tun mit der Person.

00:13:58.510 --> 00:14:02.360
Aber sie nehmen das manchmal so ein bisschen oder trauen sich dann auch nicht zu sprechen.

00:14:02.360 --> 00:14:09.080
Ich glaube, das ist besseres Feedback, insbesondere genau da, wo wir es brauchen.

00:14:09.080 --> 00:14:17.650
Das ist ja gut. Ist ein Lob. Ist ein wichtiges Feedback, aber eben auch das kritische Helfen, in die richtige Richtung zu denken.

00:14:17.650 --> 00:14:23.440
Das ist das eine, das ich als Beispiel vielleicht noch nennen möchte, neben dem ich gemerkt habe,

00:14:23.440 --> 00:14:32.440
dass das Helfen am System und dann auch dem Studierenden Zeit zu geben, das erst zu verstehen, bevor ich weiter gehe mit der richtigen Lösung.

00:14:32.440 --> 00:14:36.730
Das ist etwas anderes, als wenn Sie ein Problem haben. Sie haben das bei drei Studenten gesehen,

00:14:36.730 --> 00:14:43.840
sie gehen in einen Übungsraum im Labor nach vorne und sagen Ich habe jetzt bei dreien gesehen, das ist falsch.

00:14:43.840 --> 00:14:47.980
Eins, zwei, drei, die drei Schritte, die Sie machen müssen, damit es richtig ist.

00:14:47.980 --> 00:14:55.780
Wenn ich warten muss, bis der Student verstanden hat, was ich sage, achte ich mehr darauf. dass er es wirklich verstanden hat.

00:14:55.780 --> 00:15:10.790
Ich habe auch viele gute Frauen dabei gehabt. Verändert hat sich, glaube ich, dass ich genauer bin bei dem Feedback.

00:15:10.790 --> 00:15:18.330
Ich habe zum Beispiel aus den Wortwolken, die genannt waren bei der vorherigen Veranstaltung bei der Kurzzusammenfassung,

00:15:18.330 --> 00:15:25.290
die ich oft mache, nicht immer aber oft mache, zu Beginn der nächsten Sitzung, die wir dann gemeinsam haben,

00:15:25.290 --> 00:15:33.570
habe ich dann einfach mal die Wortwolke nochmal gezeigt und die richtigen grün und die falschen rot eingekreist, sodass das nochmal Feedback war.

00:15:33.570 --> 00:15:41.220
Das hat sich verändert. Feedback von den Studierenden hat sich dahingehend verändert, dass ich das Gefühl hatte, dass es mehr auf Augenhöhe ist.

00:15:41.220 --> 00:15:49.560
Sie fühlen sich auf Augenhöhe wahrgenommen. Wenn ich auf ihre konkreten Fragen eingehe und auch so lange, bis das geklärt ist.

00:15:49.560 --> 00:15:53.640
Das Feedback floss in die Lehre mit ein.

00:15:53.640 --> 00:15:59.640
In den Zusammenfassungen des Vorherigen, was in der letzten Session passiert ist, das habe ich auch gemacht,

00:15:59.640 --> 00:16:06.060
mache ich eigentlich auch in der Präsenzehre. Hier war es aber besonders wichtig, um einfach den Faden wieder aufzunehmen,

00:16:06.060 --> 00:16:12.690
ich bin ganz ehrlich auch für mich. Wo waren wir das letzte Mal und da habe ich es eben explizit reingenommen.

00:16:12.690 --> 00:16:20.810
Manchmal habe ich auch gemerkt ich muss das Thema noch einmal wiederholen. Ich muss das Thema einfach nochmal intensiver wiederholen,

00:16:20.810 --> 00:16:27.360
weil ein Teil der Studierenden haben es verstanden und einige haben es noch nicht verstanden.

00:16:27.360 --> 00:16:34.680
Ich will aber auch nicht leugnen, dass das manchmal dazu führt, dass die Studierenden sagen: Jetzt haben wir das doch eigentlich schon behandelt.

00:16:34.680 --> 00:16:43.210
Warum? Das merkt man dann schon auch. Ich glaube, da muss man eine gute Mixtur finden.

00:16:43.210 --> 00:16:53.100
Wen man mitnimmt und auch irgendwann mal sagt: So, jetzt habe ich das dreimal erklärt, du kannst es ja im Video nochmal anschauen.

00:16:53.100 --> 00:16:59.910
Das hat sich verändert. Das nehme ich auch auf jeden Fall in die synchrone Lehre mit rein.

00:16:59.910 --> 00:17:07.380
Sowohl das Feedback mit Aufnehmen hat sich verändert als auch das Berücksichtigen der Ergebnisse des Feedbacks,

00:17:07.380 --> 00:17:13.100
indem wie ich thematisch vorgegangen bin und dann auch Teile kürzen musste,

00:17:13.100 --> 00:17:24.990
als wie wenn ich einen anderen Plan habe, mit dem ich durchkommen will und ich sehe, ich muss noch mal was wiederholen.

00:17:24.990 --> 00:17:34.020
Also Answer Garden war als Feedback Methode fand ich textlich ganz attraktiv, weil die Studierenden das augenscheinlich aus dem Simsen gewöhnt sind.

00:17:34.020 --> 00:17:49.180
Auch textlich schnell irgendwie Feedback zu geben. Das ist ein Wortwolken Feedback System, das findet man unter Answer Garden also Answer Garden auf Englisch .ch, es ist ein Schweizer Tool,

00:17:49.180 --> 00:17:55.690
Danke, dass ich das nutzen darf für die Lehre. Kostet nix, ist an der Stelle Open Source

00:17:55.690 --> 00:18:02.380
Ich weiß nicht, ob es davon auch irgendwie eine Business Version gibt, die dann was kosten würde, aber wir durften es benutzen.

00:18:02.380 --> 00:18:09.500
Man kann dabei auch Pflege und nochmal nachträgliche Administration einstellen.

00:18:09.500 --> 00:18:14.560
Gegeben der Fall es wäre jetzt irgendwie unflätig irgendwas gesagt worden, hätte ich tatsächlich etwas kürzen können,

00:18:14.560 --> 00:18:19.960
im Nachhinein nochmal den Answer Garden bereinigen können, das war mir ziemlich wichtig.

00:18:19.960 --> 00:18:28.090
Dafür habe ich ein Passwort bekommen, um das zu administrieren. Man merkt, dass sind Kollegen, die kennen sich mit Feedback aus und denken da auch an viel.

00:18:28.090 --> 00:18:34.470
Es ist auch datenschutzrechtlich ziemlich konform, es bleibt anonym an jedem Punkt. Also es wird keiner getracked,

00:18:34.470 --> 00:18:39.880
das Ich für die Studierenden glaube ich auch ein sehr wichtiges Moment.

00:18:39.880 --> 00:18:48.460
Lustig war, dass die Studierenden tatsächlich bei der Texteingabe sowas gemacht haben wie plz. PLZ stand da.

00:18:48.460 --> 00:18:59.920
Und ich sage so Postleitzahl? Und bis mich dann die Studierenden aufgeklärt haben:  Nein, das ist please. Im SMS Funk ist das please und da merkt man ja,

00:18:59.920 --> 00:19:06.510
ich kann simsen. Aber nicht so viel, dass ich alle Wörter kenne.

00:19:06.510 --> 00:19:16.500
Das war vielleicht mal ein lustiges Ereignis an der Stelle, und da haben wir viel gelacht.

00:19:16.500 --> 00:19:19.330
Liebe Kolleginnen und Kollegen,

00:19:19.330 --> 00:19:33.020
Feedback ist eine der absolut maßgeblichen Elemente für die Wahrnehmung von Authentizität in der Unterrichtssituation.

00:19:33.020 --> 00:19:38.610
So habe ich das erlebt, weil ich hatte das Gefühl, die Studierenden nehmen war, das ist jetzt nicht aufgezeichnet.

00:19:38.610 --> 00:19:45.570
Es ist auch nicht meine automatisierte Antwort. Das ist jetzt die Beantwortung Ihrer Fragen.

00:19:45.570 --> 00:19:48.870
Die Beteiligungsmöglichkeiten im Digitalen ist wirklich wunderbar.

00:19:48.870 --> 00:19:54.690
Wenn es etwas gibt, was man wirklich noch einmal erfahren konnte, ich bin natürlich als Informatikerin da schon drin,

00:19:54.690 --> 00:20:03.440
aber wirklich wahrgenommen habe ich jetzt auch wahrgenommen: Das Feedback ist in viel breiteren Möglichkeiten da an den Studierenden.

00:20:03.440 --> 00:20:07.740
Und ich glaube, sie tragen auch gerne bei. Wenn man das einfließen lässt. Fühlen sie sich wohl?

00:20:07.740 --> 00:20:17.610
Ist ein wichtiges Moment, das Wohlfühlen und Qualität der Lehrer nicht nur richtig und gut erklären, sondern auch,

00:20:17.610 --> 00:20:24.300
dass wir eine Situation schaffen, in der der Studierende aufnahmebereit ist, sich wohlfühlt, das Gefühl hat: Ich komme vor.

00:20:24.300 --> 00:20:31.980
Hier geht es um mich. Dann ist Feedback eines absolut tollen Möglichkeiten und ich würde immer sagen: Machen Sie es lieber einfach.

00:20:31.980 --> 00:20:36.930
Also ich hatte am Anfang ganz viele andere Tools mit Histogrammen, die dann irgendwie wieder zurückkommen.

00:20:36.930 --> 00:20:47.250
Ich bin zum Schluss dabei geblieben, dass ich Feedback einfach textlich benutzt habe, das kennen die vom simsen, immer wieder. Und dann in dem Feedback dazu geklärt habe: Wie oft kam das jetzt vor.

00:20:47.250 --> 00:20:54.470
Man sieht auch in so einer Textwolke wie oft kam so ein Textwort vor. Kann man zeigen.

00:20:54.470 --> 00:21:00.940
Und auch das Feedback der Studierenden also wenn die was selber machen, das ja ein wichtiges Moment ist,

00:21:00.940 --> 00:21:06.540
ob sie es verstanden haben, dann auch wirklich ihre Geschwindigkeit zu wählen und nicht die unsrige.

00:21:06.540 --> 00:21:12.840
Ich mache das ja schon jahrelang und da schleift man so ein,

00:21:12.840 --> 00:21:21.780
das kennen Sie bestimmt auch. Ich bin Expertin für Business Inteligence und Data Warehousing und mir kommt es so vor, als müsste doch alles sonnenklar sein.

00:21:21.780 --> 00:21:30.300
Und der arme Student oder die arme Studentin hört das das allererste Mal für Sie ist das wirklich neu und das müssen wir berücksichtigen.

00:21:30.300 --> 00:21:38.560
Ich glaube, ich kann mich bemühen, genauso toll zu erklären wie ganz am Anfang, als ich die erste Vorlesung gehalten habe.

00:21:38.560 --> 00:21:43.130
Aber das Feedback von den Studierenden ist vielleicht ein Hilfsmittel.

00:21:43.130 --> 00:21:47.800
Da dranzubleiben. Zu merken okay, die Generation der Studierenden hat sich verändert.

00:21:47.800 --> 00:21:51.000
Wir wissen jetzt mehr bestimmte Dinge besser als früher

00:21:51.000 --> 00:21:58.130
Studierende das wussten. Andere Dinge wissen die gar nicht, die man vielleicht unterstellt hat, als bekannt.

00:21:58.130 --> 00:22:17.760
Und Feedback hilft uns das zu verstehen und zu bemerken.