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Ja, vielleicht sage ich erst mal was zu mir: Mein Name ist Ulla Schuch Ich habe Umwelt,

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Sicherung und Entwicklung von Räumen studiert, habe dann fast 20 Jahre ein Planungsbüro geführt.

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Ich komme aus der Praxis ursprünglich. Für das Thema, was wir heute besprechen, ist es noch wichtig zu benennen,

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dass ich auch ungefähr zehn Jahre in der Entwicklungszusammenarbeit gearbeitet habe.

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Schwerpunkt Südamerika, Kolumbien. Und da habe ich sehr viel darüber gelernt, wie wichtig Vertrauen für die Zusammenarbeit ist,

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nicht nur für die Entwicklungszusammenarbeit, sondern auch und vielleicht ganz besonders für die Lehre.

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Unser Master-Studiengang hat das Privileg oder den Luxus, dass wir nur mit sehr kleinen Gruppen unterrichten.

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Wir haben zwölf bis 15 Studierende pro Semester.

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Die Besonderheit ist auch, dass diese Menschen eigentlich nicht aus Deutschland kommen, sondern vom Rest der Welt.

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Wir haben internationale Teilnehmer, die Unterrichtssprache ist entsprechend auch Englisch.

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Und ich erwähne das, weil es wichtig ist zu erkennen, wer vor mir sitzt im Unterricht und in dem Fall sind es eben Menschen,

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die aus völlig anderen Kulturen kommen, aus ganz unterschiedlichen Kulturen,

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aus anderen Religionen, aus anderen Rechtsverhältnis und auch ganz andere Vorstellungen davon haben,

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wie die Welt ist und wie das Studium aussieht und wie hier diese zwei Jahre Master-Studiengang sein müssen.

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Ja, ich glaube, dass es wichtig ist. Ich hatte das schon ein bisschen erwähnt, den einzelnen Mensch auch zu sehen und darauf einzugehen,

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wie seine Befindlichkeit ist, ob er Probleme hat und ob man helfen kann, und weiß nicht, ob ich das vorhin schon erwähnt hatte.

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Ich habe WhatsApp Kanal angeboten. Ich würde mich jederzeit auch offen, bin für Ansprache, wenn es ein Problem gibt.

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Es wurde auch mehrere Male genutzt und habe ich dann auch wirklich gerne gemacht.

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Man muss sich ja vorstellen, dass die von ihr völlig fremd sind, hier in der Kultur.

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Das ist noch mal was anderes.

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Wie wenn ich jetzt einen deutschen Studenten habe in meiner Lehre, der hier in Frankfurt am Ende lebt oder aus Hessen kommt,

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hier doch ganz anders, hier verwurzelt sind und anderswo Hilfestellung bekommen können.

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Was ich auch sehr wichtig finde, um Vertrauen aufzubauen, dass ich mich als Mensch zeige sich nicht nur die Expertin bin,

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die Fachwissen vermittelt oder der Coach am Freitag zeigt,

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wie man ein guter Anführer wird oder eine gute Moderation macht, sondern dass ich mich auch gezeigt habe mit meinen Fehlern, mit meinen.

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Mein besonderes Erlebnis hatte mit meiner Befindlichkeit, dass ich das nicht nur zeige,

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sondern darüber auch spreche und mich so ein Stück weit auch erklären, warum ich auch eine Tageslauf bin, oder?

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Verständnisvoll oder in Eile oder was auch immer gerade angesagt ist.

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Und ich glaube, noch etwas anderes ist wichtig, nämlich dass.

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Gesunde andere Fehler.

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Ein anderes, eine andere Fehlerkultur installiert nämlich, dass Fehler was total Wertvolles sind, weil jeder andere aus den Fehlern lernen kann.

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Das macht den Unterricht sehr lebendig und auch, um dieses blöde Gefühl wegzunehmen.

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Jetzt habe ich einen Fehler gemacht. Ich bin doof, dass das wegfällt, sondern dass die Menschen experimentierfreudig werden,

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sich einfach ausprobieren, an ihre Grenzen gehen, lustige Sachen passieren, Fehler passieren.

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Das erheitert uns alle, und wir können alle ganz wunderbar daraus lernen.

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Ich glaube, das ist sehr wichtig, um Vertrauen aufzubauen.

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Ich will ein konkretes Beispiel nennen für diese Freitags Veranstaltung, wo es um Moderation, Präsentation und Führungsqualitäten geht.

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Da habe ich schon STANDARD. Fragebogen sag ich mal so ein Evaluierungen Bogen,

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den eigentlich alle immer dabeihaben und vorliegen haben und immer wenn jemand präsentiert hat

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oder moderiert hat oder eben einen kleinen Prozess geführt hat oder ein Video gedreht hat.

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Dann haben wir diesen Evaluierungsbericht Matrix, sag ich mal genommen, und jeder hat dazu Feedback gegeben.

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Das heißt, wann immer ich als Studierender irgendwas gemacht habe,

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habe ich sofort von der gesamten Gruppe einzeln Feedback bekommen und das auch immer auf

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eine bestimmte Weise das Positive auch benennen und dann auch das Negative benennen,

00:04:36.790 --> 00:04:43.690
und zwar immer so, dass ich. Davon nicht zerstört werde, sondern dass sich damit konstruktiv was machen kann,

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dass ich mich verbessern kann und dieses andauernde evaluiert werden von den anderen,

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das hat natürlich ein riesen Feedback gegeben, das war wie eine Dauerschleife, und da kann man wirklich beobachten, wie die Menschen wachsen.

00:04:58.510 --> 00:05:07.930
Das ist am Anfang ganz schwierig, weil wenn noch so Unsicherheit da ist, ist es schwer, sich kritisieren zu lassen oder Feedback zu bekommen.

00:05:07.930 --> 00:05:17.960
Aber je öfter wir das gemacht haben und wir darüber gelacht haben, umso lehrreicher war der Prozess.

00:05:17.960 --> 00:05:25.990
Mein Fazit aus dem Ganzen ist Ich brauche dringend bessere Technik, besseren Computer, bessere Kameras, bessere Mikrofone.

00:05:25.990 --> 00:05:31.010
Das spielt eine entscheidende Rolle in der Qualität. Ich muss mir mehr Zeit nehmen für die Vorbereitung.

00:05:31.010 --> 00:05:34.690
Meine Konserven zum Teil auch nochmal verbessern.

00:05:34.690 --> 00:05:40.690
Mein Fazit ist auch, der sich immer weiter lernen will oder sollte oder muss Was gibt's für neue Tools?

00:05:40.690 --> 00:05:45.160
Wie kann man die verbessern? Sich da einfach am Ball bleiben?

00:05:45.160 --> 00:05:48.500
Ich denke, da hat die Entwicklung auch angefangen.

00:05:48.500 --> 00:05:57.740
Und ähnlich wie mit meinem Sohn, von dem ich sehr viel lerne, was Technik betrifft, hab ich von meinen Studierenden sehr viel gelernt.

00:05:57.740 --> 00:06:00.360
Ich bin zum Teil die Rollen getauscht.

00:06:00.360 --> 00:06:09.150
Die Lehrenden waren meine Studierenden, und ich war der Studierende, und ich glaube, das wird in manchen Teilbereichen mehr und mehr so werden.

00:06:09.150 --> 00:06:28.840
Und das ist auch in Ordnung so. Das ist ganz gut für die Demut.