﻿WEBVTT

00:00:00.210 --> 00:00:03.960
Ja, vielleicht sage ich erst mal was zu mir: Mein Name ist Ulla Schucht. Ich habe Umweltsicherung

00:00:03.960 --> 00:00:09.870
und Entwicklung von Räumen studiert, habe dann fast 20 Jahre ein Planungsbüro geführt.

00:00:09.870 --> 00:00:16.380
Ich komme aus der Praxis ursprünglich. Für das Thema, was wir heute besprechen, ist es noch wichtig zu benennen,

00:00:16.380 --> 00:00:21.150
dass ich auch ungefähr zehn Jahre in der Entwicklungszusammenarbeit gearbeitet habe, also

00:00:21.150 --> 00:00:29.310
Schwerpunkt Südamerika, Kolumbien. Und da habe ich sehr viel darüber gelernt, wie wichtig Vertrauen für die Zusammenarbeit ist,

00:00:29.310 --> 00:00:37.990
nicht nur für die Entwicklungszusammenarbeit, sondern auch und vielleicht ganz besonders für die Lehre.

00:00:37.990 --> 00:00:46.020
Unser Master-Studiengang hat das Privileg oder den Luxus, dass wir nur mit sehr kleinen Gruppen unterrichten.

00:00:46.020 --> 00:00:52.410
Wir haben 12 bis 15 Studierende pro Semester und die Besonderheit ist auch,

00:00:52.410 --> 00:00:56.880
dass diese Menschen eigentlich nicht aus Deutschland kommen, sondern vom Rest der Welt.

00:00:56.880 --> 00:01:02.650
Wir haben internationale Teilnehmer, die Unterrichtssprache ist entsprechend auch Englisch.

00:01:02.650 --> 00:01:10.650
Und ich erwähne das, weil es wichtig ist zu erkennen, wer vor mir sitzt im Unterricht und in dem Fall sind es eben Menschen,

00:01:10.650 --> 00:01:14.400
die aus völlig anderen Kulturen kommen, aus ganz unterschiedlichen Kulturen,

00:01:14.400 --> 00:01:22.860
aus anderen Religionen, aus anderen Rechtsverhältnisse und auch ganz andere Vorstellungen davon haben,

00:01:22.860 --> 00:01:29.760
wie die Welt ist und wie das Studium aussieht und wie hier diese zwei Jahre Master-Studiengang sein müssen.

00:01:29.760 --> 00:01:37.980
Diese Unterschiede sind wichtig zu berücksichtigen, wenn man unterrichtet. Und was kann ich noch sagen?

00:01:37.980 --> 00:01:45.510
Ich habe zwei Lehrveranstaltungen im Sommersemester, eine Montagsveranstaltungen, wie wir sie mal nennen.

00:01:45.510 --> 00:01:51.110
Da geht es um fachliche Inhalte, also den offenen Raum in der Stadt.

00:01:51.110 --> 00:01:56.820
Also Open Space - wir haben leider kein richtiges Wort dafür in der deutschen Sprache- wie ich den gestalte.

00:01:56.820 --> 00:02:04.020
Und dann habe ich noch die Freitagsveranstaltungen, wo es darum geht, Moderation zu vermitteln.

00:02:04.020 --> 00:02:09.120
Wie moderiere ich eine Gruppe? Wie bin ich ein gutes Teammitglied? Wie leite ich ein Team?

00:02:09.120 --> 00:02:15.000
Wie unterscheidet sich moderieren von führen? Wie unterscheidet sich das Präsentieren?

00:02:15.000 --> 00:02:22.350
Zwei ganz unterschiedliche Ansätze, die sich aber ganz wunderbar zusammen ergänzen,

00:02:22.350 --> 00:02:30.350
weil meine Montagsveranstaltung, die sehr fachlich orientiert ist, wo ich sehr viel Fachwissen vermittle.

00:02:30.350 --> 00:02:35.340
Und da geht es aber trotzdem darum, eine Vorgehensweise zu vermitteln.

00:02:35.340 --> 00:02:39.510
Wie sieht eigentlich dieser Erkenntnisweg beim Planen aus?

00:02:39.510 --> 00:02:44.190
Welchen Planungsprozess durchlaufe ich oder durchläuft mein Planungsteam

00:02:44.190 --> 00:02:50.220
wenn ich Spaces gestalte? Wir haben das in den letzten Jahren,

00:02:50.220 --> 00:02:56.600
ich mache das jetzt seit zehn, elf Jahren eigentlich ausschließlich in Präsenz gemacht. Vorlesungen,

00:02:56.600 --> 00:03:05.050
interaktive Übungen, Gruppenarbeiten, ebenso eine kleine Gruppe mit zwölf bis fünfzehn Leuten erlaubt.

00:03:05.050 --> 00:03:13.230
So war die Lehre vor Corona. Ja, da gab es einige massive.

00:03:13.230 --> 00:03:19.470
Die erste Frage war eigentlich: Kommen unsere Studenten überhaupt? Sind die überhaupt hier in Deutschland?

00:03:19.470 --> 00:03:23.080
Oder müssen sie in ihrer Heimat bleiben? Oder was zum Teil noch schwieriger war:

00:03:23.080 --> 00:03:27.210
Müssen die dort bleiben, wo sie in ihren Ferienzeiten hingereist waren?

00:03:27.210 --> 00:03:31.410
Und unter welchen Umständen leben und wohnen die da? Sind die überhaupt

00:03:31.410 --> 00:03:37.080
schulbar, sprich haben die Internetverbindung und können sich da weiterhin aufhalten?

00:03:37.080 --> 00:03:42.990
Das war eine sehr wesentliche Frage für uns, die sich auch erst im Laufe des Semesters eigentlich geklärt hat.

00:03:42.990 --> 00:03:48.810
Und für mich persönlich war die größte Herausforderung meine nicht vorhandene Technik.

00:03:48.810 --> 00:03:56.040
Mein Rechner war überhaupt nicht in der Lage, all die technischen Möglichkeiten zu nutzen.

00:03:56.040 --> 00:04:03.930
Ich hatte kein vernünftiges Mikrofon und keine vernünftige Kamera, keine Videos über irgendwelche Lehrinhalte.

00:04:03.930 --> 00:04:13.620
Das musste ich alles in kurzer Zeit mir zusammen leihen und borgen und organisieren.

00:04:13.620 --> 00:04:18.300
Meine Technik, meine Tools waren eigentlich das Problem. Ein anderes Problem ging von der Hochschule aus.

00:04:18.300 --> 00:04:26.990
Wir hatten gar nicht genug Kapazität, um alles hochzuladen, und wir hatten auch nicht die Möglichkeit, schnell Zugriff auf die Lernbar zu bekommen.

00:04:26.990 --> 00:04:37.640
Das war die Software, auf der ich arbeiten wollte. Die Lernbar vom Goethe Campus hier in Frankfurt und

00:04:37.640 --> 00:04:46.130
ich hatte das große Glück, dass ich ein Jahr davor das E-Learning Zertifikat im digitalen Campus von der Goethe-Uni gemacht habe, weil es meine Absicht war,

00:04:46.130 --> 00:04:51.830
mein Wunsch war, meine Lehre mehr zu digitalisieren, weil ich mir dachte, das sollte eigentlich so sein,

00:04:51.830 --> 00:04:57.560
wenn Studenten nicht kommen können, da sie das auch auf digitale Weise nachlesen können.

00:04:57.560 --> 00:05:02.090
Ich war inhaltlich mit meinem Knowhow gut vorbereitet, aber mir hat die Technik total gefehlt.

00:05:02.090 --> 00:05:12.440
Mir hat die Unterstützung von der Uni gefehlt und natürlich die Frage: Was ist mit den Studenten?

00:05:12.440 --> 00:05:18.540
Ja, wir hatten zum Glück schon in den letzten Jahren Moodle als gemeinsame Lernplattform,

00:05:18.540 --> 00:05:23.760
wo wir unsere Vorlesungen hochgeladen haben und auch die Aufgabenstellungen, so als Sammelplattform

00:05:23.760 --> 00:05:28.410
für die Lerninhalte. Das haben wir weiter beibehalten.

00:05:28.410 --> 00:05:33.660
Und ich glaube auch, eine sehr wichtige Entscheidung von unserem Studiengangsleiter Herrn Peterek war zu sagen,

00:05:33.660 --> 00:05:41.940
dass wir nicht alles, was wir digitalisiert haben, gleichzeitig hochladen, sondern dass wir den Stundenplan versuchen beizubehalten

00:05:41.940 --> 00:05:48.870
und jeweils zu unseren Studien, zu unseren Terminen, die wir normalerweise hatten,

00:05:48.870 --> 00:05:56.250
ich sage jetzt mal meinen Montag und meinen Freitag, dann die Lerninhalte hochzuladen, die jeweils für diesen Termin vorgesehen waren.

00:05:56.250 --> 00:06:00.300
Ich glaube, im Nachhinein war das eine ganz wesentliche Entscheidung,

00:06:00.300 --> 00:06:07.440
weil das einerseits die Studenten davor bewahrt hat, überfordert zu werden von dem ganzen Input, der da kommt.

00:06:07.440 --> 00:06:10.350
Zusätzlich zu ihrer Sondersituation.

00:06:10.350 --> 00:06:19.200
Und weil es natürlich auch die Leute, die gerne so verschieben, daran gehindert hat, jetzt nix zu machen, sondern gleich loszulegen.

00:06:19.200 --> 00:06:23.700
Das war, glaube ich, die zweite, ganz wichtige und hilfreiche Sache.

00:06:23.700 --> 00:06:31.880
Dann, wie ich schon erwähnt habe, habe ich mir als Software die Lernbar ausgewählt, weil die wunderbare Funktion hatte.

00:06:31.880 --> 00:06:41.610
Ich sag mal Screencast, Podcast, Bilder, externe Video, links hochladen, kleine Zeichnungen auf dem Zeichenbrett.

00:06:41.610 --> 00:06:46.410
Da gibt es eine ganze Menge Möglichkeiten Multiple-Choice-Fragen und eine meiner

00:06:46.410 --> 00:06:51.670
Lieblingsmöglichkeiten in der Lernbar sind die sogenannten Reflektionen,

00:06:51.670 --> 00:07:01.410
also wo man die Studierende auffordert einer gewissen Fragestellung nachzugehen und dazu frei zu reflektieren.

00:07:01.410 --> 00:07:08.020
Das ist so wie herauszufinden: Was hab ich jetzt eigentlich gelernt, was hab ich eigentlich begriffen,

00:07:08.020 --> 00:07:15.940
weil das große Problem bei der digitalen Lehre ist, dass ich als Lehrende gar nicht weiß: Wo stehen meine Studenten?

00:07:15.940 --> 00:07:19.900
Was haben sie jetzt wirklich verstanden? War das jetzt irgendwie verständlich?

00:07:19.900 --> 00:07:26.140
Wie ich das rübergebracht habe, hatten die das Vorwissen, um das Verstehen und einordnen zu können?

00:07:26.140 --> 00:07:30.610
Diese Möglichkeit fehlt mir ja, wenn ich in der Konserve unterrichte, weil die Lernbar ist

00:07:30.610 --> 00:07:32.600
ja, eine Konserve.

00:07:32.600 --> 00:07:47.020
Und diese Reflektion hat mir die Möglichkeit gegeben zu schauen, ob jeweils meine Lernpakete angekommen sind, welche Teile davon wirklich gut angekommen sind.

00:07:47.020 --> 00:07:54.330
Und wo ich, ich sag jetzt mal in anderen Lernräumen nachlegen muss. Also noch ein wichtiges anderes Tool war Zoom.

00:07:54.330 --> 00:07:57.480
Das habe ich für verschiedene Anwendungen benutzt,

00:07:57.480 --> 00:08:05.290
also sowohl für die Gesamtgruppe als auch für Kleingruppen, manchmal auch für Individualbetreuungen.

00:08:05.290 --> 00:08:12.550
Ich habe die Gruppe auch motiviert und zum Teil angeleitet, wie sie das untereinander verwenden können für die Zusammenarbeit,

00:08:12.550 --> 00:08:17.190
wie man Präsentationen erstellt und dann den Bildschirm überträgt. Und solche Sachen.

00:08:17.190 --> 00:08:25.270
Und das hat sich schon auch sehr, sehr bewährt. Das ist ein sehr hilfreiches Mittel. Und gerade so zum Thema Vertrauen aufbauen

00:08:25.270 --> 00:08:28.930
habe ich verstanden, dass so ein informeller Kanal, den ich ja normalerweise habe,

00:08:28.930 --> 00:08:34.510
wenn ich mit den Studierenden im Raum bin und auch mal Gespräche in den Pausen laufen können oder durch Blickkontakt

00:08:34.510 --> 00:08:42.880
oder einfach durch diese persönliche Präsenz, dass da so ein  informeller Kanal wie WhatsApp doch sehr hilfreich ist.

00:08:42.880 --> 00:08:46.720
Für meine Freitags Gruppe habe ich auch eine geschlossene Facebook-Gruppe aufgemacht,

00:08:46.720 --> 00:08:51.820
weil man da ja viel mit Live-Videos arbeiten kann und auch integrieren kann

00:08:51.820 --> 00:08:55.810
seit kurzem. Das war auch nochmal ein guter Kanal.

00:08:55.810 --> 00:08:59.380
Da konnten alle so ein bisschen Filmen üben, weil das gehört ja auch dazu,

00:08:59.380 --> 00:09:04.350
wenn man digitale Spaziergänge machen will oder von irgendwo was zeigen will,

00:09:04.350 --> 00:09:12.790
dass man das auch ein bisschen lernt, also als Teil von Präsentation. Und ich habe es tatsächlich geschafft, einmal die Gruppe, die hier war,

00:09:12.790 --> 00:09:17.200
das war ungefähr die Hälfte, die nach Deutschland einreisen konnten,

00:09:17.200 --> 00:09:19.870
mit denen habe ich mich einmal getroffen zum Waldspaziergang

00:09:19.870 --> 00:09:26.550
und das haben wir dann live in die Facebook-Gruppe übertragen und verbunden mit kleinen Präsentationen.

00:09:26.550 --> 00:09:31.930
Das war wie jedes Jahr eigentlich sehr schön, weil auf so einem

00:09:31.930 --> 00:09:36.990
Erlebnispfad im Wald sage ich schon: Mit dieser Umgebung entsteht nochmal eine andere Beziehung zum Menschen,

00:09:36.990 --> 00:09:40.230
als das Digital mir bislang möglich war.

00:09:40.230 --> 00:09:55.980
Ich habe auch sehr viel dazugelernt in dem digitalen Semester. Ja, ich habe standardmäßig klassisch evaluiert, da war das Feedback sehr gut,

00:09:55.980 --> 00:10:02.980
aber war auch die anderen Jahre sehr gut, deswegen ist es nicht so hilfreich.

00:10:02.980 --> 00:10:08.830
Am hilfreichsten ist meine eigene Evaluierung, also wie habe ich empfunden, dass die Lernergebnisse angekommen sind,

00:10:08.830 --> 00:10:16.110
das konnte ich prüfen über die Reflektionen, die ich mir als Aufgaben dann angeschaut habe.

00:10:16.110 --> 00:10:23.560
Da war ich zum Teil wirklich sehr, sehr positiv überrascht, wie viel doch an Lernstoff gelandet ist,

00:10:23.560 --> 00:10:27.310
angekommen ist und integriert werden konnte gerade in das unterschiedliche Vorwissen,

00:10:27.310 --> 00:10:34.870
weil die Studierenden kommen, auch mit ganz unterschiedlichem Vorwissen Biologe und Architekt und Landschaftsarchitekt und Bauingenieur.

00:10:34.870 --> 00:10:39.410
Da ist es wichtig, dass das Wissen auch integriert werden kann, was es schon gibt.

00:10:39.410 --> 00:10:47.630
Und das ist sehr gut gelungen. Das konnte ich über die Evaluierung, das konnte ich über die Rückmeldungen, die Reflektion der Lernbar feststellen.

00:10:47.630 --> 00:10:53.240
Und was natürlich ganz interessant und spannend ist, ist am Ende des Jahres die Prüfung,

00:10:53.240 --> 00:11:04.510
wo dieses Wissen angewendet wird auf die Heimatstadt, wo die Studenten herkommen, Shanghai oder Mexico City oder Bogotá.

00:11:04.510 --> 00:11:08.800
Da kann ich eigentlich jedes Jahr genau erkennen: Wie war mein Unterricht?

00:11:08.800 --> 00:11:14.060
Wenn ich an irgendeinem Tag nicht gut drauf war und unpräzise war, schlägt sich das immer nieder.

00:11:14.060 --> 00:11:19.490
Dann in dem Lehrstoff, den ich an dem Tag vermittelt habe.

00:11:19.490 --> 00:11:23.740
Und da muss ich sagen: Da ich bei der Digitalisierung meiner Lehre ja die Möglichkeit hatte,

00:11:23.740 --> 00:11:32.200
mehrere Anläufe zu machen und schlechte Aufnahmen einfach ersetzt habe durch bessere Aufnahmen, hatte ich das dieses Jahr nicht.

00:11:32.200 --> 00:11:39.730
Da ist wirklich der gesamte Lehrstoff gut angekommen und konnte angewendet werden.

00:11:39.730 --> 00:11:47.590
Das hat mich total gefreut. Das war eine wunderbare Rückmeldung von den Studierenden indirekt über Ihre Leistung am

00:11:47.590 --> 00:11:53.430
Prüfungstag. Informell habe ich natürlich auch Feedback eingeholt.

00:11:53.430 --> 00:12:01.950
Wie war das Semester für dich? Was denkst du, können wir besser machen, wenn wir wieder digitalisiert alles unterrichten müssen?

00:12:01.950 --> 00:12:05.520
Da gab es ganz unterschiedliches Feedback.

00:12:05.520 --> 00:12:11.580
Aber was sich durch die ganze Gruppe gezogen hat, war, dass dieser persönliche Kontakt und die persönliche Bindung,

00:12:11.580 --> 00:12:17.270
die wir hergestellt haben, gerade durch die informellen Kanäle.

00:12:17.270 --> 00:12:26.180
Doch wesentlich war, damit die Menschen sich geöffnet haben überhaupt so eine komplexe Planungsleistung zu denken.

00:12:26.180 --> 00:12:39.590
Ich glaube, das ist das Problem bei meinem Unterrichtsfach, dass die Menschen sich als Menschen öffnen müssen, auch in ihrer Führungsqualität.

00:12:39.590 --> 00:12:46.740
Verletzlich werden müssen, um sich zu verbessern, sag ich mal, das ist zumindest mein Wunsch.

00:12:46.740 --> 00:12:52.410
Und dazu gehört natürlich, das Vertrauen aufzubauen, indem man sich einfach mal Zeit nimmt,

00:12:52.410 --> 00:12:57.260
den Mensch zu sehen und auch zu fragen, wie es dem Mensch geht und was er vielleicht braucht.

00:12:57.260 --> 00:13:01.010
Ein extra Input, um überhaupt lernfähig zu sein.

00:13:01.010 --> 00:13:06.970
Ich sage mal, wir hatten ein Beispiel von einem Studenten. Da ist die Oma im Nebenraum gestorben und er hatte Unterricht.

00:13:06.970 --> 00:13:10.640
Das war einfach wunderbar, dass er uns das mitgeteilt hatte.

00:13:10.640 --> 00:13:16.550
Und wir konnten einfach seine Stimmung ganz anders verstehen und Rücksicht auf ihn nehmen und darauf eingehen.

00:13:16.550 --> 00:13:26.260
Um jetzt einfach mal ein extremes Beispiel zu sagen. Andere Extreme waren, dass wir zwei Studierende hatten aus Südamerika, wo es eben üblich ist,

00:13:26.260 --> 00:13:31.080
immer im Verband zu leben und in der Gemeinschaft Kontakte zu haben, jeden Tag.

00:13:31.080 --> 00:13:36.240
Die sind hier gelandet und waren völlig isoliert vom Rest der Welt.

00:13:36.240 --> 00:13:44.500
Beim Lock Down war es wirklich wichtig, ins Gespräch zu kommen, über digitale Dinge und auch über Privates zu sprechen,

00:13:44.500 --> 00:13:49.760
über persönliche Befindlichkeiten, um sich als Mensch gesehen zu fühlen.

00:13:49.760 --> 00:13:58.750
Das war sehr wichtig, und deswegen bin ich froh, dass wir das gemacht haben mit dem WhatsApp Kanal und auch mit dem Spaziergang, weil das

00:13:58.750 --> 00:14:05.380
doch nun mal eine andere Vertrauensebene zwischen uns geöffnet hat.

00:14:05.380 --> 00:14:14.810
Ja, ich glaube, dass es wichtig ist. Ich hatte das schon ein bisschen erwähnt, den einzelnen Mensch auch zu sehen und darauf einzugehen,

00:14:14.810 --> 00:14:21.980
wie seine Befindlichkeit ist, ob er Probleme hat und ob man helfen kann, und weiß nicht, ob ich das vorhin schon erwähnt hatte.

00:14:21.980 --> 00:14:30.980
Ich habe in dem WhatsApp Kanal angeboten, dass ich wirklich jederzeit auch offen bin für Ansprache, wenn es ein Problem gibt.

00:14:30.980 --> 00:14:37.460
Es wurde auch mehrere Male genutzt und das habe ich dann auch wirklich gerne gemacht.

00:14:37.460 --> 00:14:41.240
Man muss sich ja vorstellen, dass die ja völlig fremd sind, hier in der Kultur.

00:14:41.240 --> 00:14:42.800
Das ist noch mal was anderes

00:14:42.800 --> 00:14:50.200
wie wenn ich jetzt einen deutschen Studenten habe in meiner Lehre, der hier in Frankfurt am Ende lebt oder aus Hessen kommt,

00:14:50.200 --> 00:14:57.650
hier doch ganz anders, hier verwurzelt sind und anderswo Hilfestellung bekommen können.

00:14:57.650 --> 00:15:04.630
Was ich auch sehr wichtig finde, um Vertrauen aufzubauen, dass ich mich als Mensch zeige, nicht nur die Expertin bin,

00:15:04.630 --> 00:15:10.190
die Fachwissen vermittelt oder der Coach am Freitag, der zeigt,

00:15:10.190 --> 00:15:18.840
wie man ein guter Anführer wird oder eine gute Moderation macht, sondern dass ich mich auch gezeigt habe mit meinen Fehlern, mit meinen

00:15:18.840 --> 00:15:25.570
besonderen Erlebnissen, die ich hatte, mit meiner Befindlichkeit, dass ich das nicht nur zeige,

00:15:25.570 --> 00:15:34.250
sondern darüber auch spreche und mich so ein Stück weit auch erklären, warum ich auch eine Tageslaune habe,

00:15:34.250 --> 00:15:39.010
verständnisvoll bin oder in Eile oder was auch immer gerade angesagt ist.

00:15:39.010 --> 00:15:45.470
Und ich glaube, noch etwas anderes ist wichtig, nämlich dass

00:15:45.470 --> 00:15:49.730
man eine andere

00:15:49.730 --> 00:15:59.060
Fehlerkultur installiert nämlich, dass Fehler was total wertvolles sind, weil jeder andere aus den Fehlern lernen kann.

00:15:59.060 --> 00:16:04.100
Das macht den Unterricht sehr lebendig und auch, um dieses blöde Gefühl wegzunehmen:

00:16:04.100 --> 00:16:11.120
Jetzt habe ich einen Fehler gemacht. Ich bin doof, dass das wegfällt, sondern dass die Menschen experimentierfreudig werden,

00:16:11.120 --> 00:16:16.560
sich einfach ausprobieren, an ihre Grenzen gehen, lustige Sachen passieren, Fehler passieren.

00:16:16.560 --> 00:16:20.890
Das erheitert uns alle, und wir können alle ganz wunderbar daraus lernen.

00:16:20.890 --> 00:16:28.520
Ich glaube, das ist sehr wichtig, um Vertrauen aufzubauen.

00:16:28.520 --> 00:16:36.860
Ich will ein konkretes Beispiel nennen für diese Freitagsveranstaltung, wo es um Moderation, Präsentation und Führungsqualitäten geht:

00:16:36.860 --> 00:16:43.840
Da habe ich so einen Standard Fragebogen sag ich mal so einen Evaluierungsbogen, den eigentlich alle immer dabeihaben und vorliegen haben.

00:16:43.840 --> 00:16:51.630
Und immer wenn jemand präsentiert hat oder moderiert hat oder einen kleinen Prozess geführt hat oder ein Video gedreht hat,

00:16:51.630 --> 00:17:00.900
dann haben wir diese Evaluierungsmatrix, sag ich mal genommen und jeder hat dazu Feedback gegeben.

00:17:00.900 --> 00:17:04.040
Das heißt, wann immer ich als Studierender irgendwas gemacht habe,

00:17:04.040 --> 00:17:08.840
habe ich sofort von der gesamten Gruppe einzeln Feedback bekommen und das auch immer

00:17:08.840 --> 00:17:14.420
auf eine bestimmte Weise das Positive benennen und dann auch das Negative benennen.

00:17:14.420 --> 00:17:21.330
Und zwar immer so, dass ich davon nicht zerstört werde, sondern dass ich damit konstruktiv was machen kann,

00:17:21.330 --> 00:17:28.410
dass ich mich verbessern kann und dieses andauernde evaluiert werden von den anderen,

00:17:28.410 --> 00:17:36.150
das hat natürlich ein riesen Feedback gegeben, das war wie eine Dauerschleife und da kann man wirklich beobachten, wie die Menschen wachsen.

00:17:36.150 --> 00:17:45.570
Das ist am Anfang ganz schwierig, weil wenn noch so Unsicherheit da ist, ist es schwer, sich kritisieren zu lassen oder Feedback zu bekommen.

00:17:45.570 --> 00:17:57.200
Aber je öfter wir das gemacht haben und wir darüber gelacht haben, umso lehrreicher war der Prozess.

00:17:57.200 --> 00:18:02.570
Es gibt natürlich einen Unterschied, wenn ich das in der Präsenzveranstaltung mache und wenn ich das in der digitalen Lehre mache

00:18:02.570 --> 00:18:09.380
und das trifft jetzt nicht nur auf diese Evaluierungsformular zu, sondern eigentlich auf vieles.

00:18:09.380 --> 00:18:19.580
Ich muss etwas mehr Zeit einplanen, also was ich im Präsenzraum, in der analogen Veranstaltung, ich sage mal in drei Stunden hinbekomme,

00:18:19.580 --> 00:18:26.780
dafür brauche ich den digitalen Raum einfach länger, vielleicht vier Stunden und die Zeit muss ich mir als Lehrende nehmen.

00:18:26.780 --> 00:18:32.410
Ob ich dafür bezahlt werde oder nicht. Und die müssen natürlich auch die Studierenden mitbringen.

00:18:32.410 --> 00:18:40.640
Das ist jetzt in meinem Fall bei dem internationalen Masterstudiengang kein Problem gewesen, weil die Studierenden sind so hoch motiviert,

00:18:40.640 --> 00:18:44.840
da braucht es keine Motivation, um länger zu bleiben.

00:18:44.840 --> 00:18:48.990
Aber das muss man einfach wissen: Man muss ein bisschen mehr Zeit einplanen.

00:18:48.990 --> 00:18:55.740
Und vielleicht noch ein anderes Beispiel: Das mache ich auch eigentlich in beiden Veranstaltungen, da mache ich dann dieses Handzeichen.

00:18:55.740 --> 00:19:01.970
Das bedeutet, jetzt gehen wir mal auf die Meta-Ebene und schauen uns oben an, was wir gerade gemacht haben.

00:19:01.970 --> 00:19:07.470
Und dieses switchen von der Meta-Ebene auf die Ich bin jetzt direkt im Tun,

00:19:07.470 --> 00:19:11.040
das ist auch sehr hilfreich, um so ein Bewusstsein zu schaffen für den Prozess,

00:19:11.040 --> 00:19:19.840
in dem ich mich gerade befinde und damit natürlich auch den Lernprozess und letztlich auch in diesem vertrauensbildenden Prozess.

00:19:19.840 --> 00:19:24.550
Ja, direkt messbar war das für mich bei den Prüfungen.

00:19:24.550 --> 00:19:33.520
Wir erlauben unseren Studierenden, in der Dreiergruppe das Examen vorzulegen oder abzugeben in Form von der Präsentation und von

00:19:33.520 --> 00:19:39.370
den zwölf Studierenden dieses Semester waren immerhin zwei Dreiergruppen und eine Zweiergruppe.

00:19:39.370 --> 00:19:46.090
Die Mehrheit hat sich in Gruppen organisiert und nur wenige haben dann einzeln präsentiert.

00:19:46.090 --> 00:19:52.110
Und das heißt im Umkehrschluss ja auch, die Meisten

00:19:52.110 --> 00:19:55.650
im Laufe des Semesters in einer Gruppe zusammengearbeitet haben,

00:19:55.650 --> 00:20:02.850
so wie ich das angelegt hatte und auch dazu motiviert habe, die beiden, die das nicht gemacht haben hier, hatten ihre Gründe.

00:20:02.850 --> 00:20:07.980
Bei dem einen hatte ich es schon erläutert, er hatte ein schwieriges Umfeld und wollte einfach keinen bremsen,

00:20:07.980 --> 00:20:12.990
indem er in eine Gruppe geht und dann nicht weiß, ob er überhaupt weiter in der Lehre bleiben kann.

00:20:12.990 --> 00:20:18.310
Und die anderen? Das habe ich auch öfters mal, wenn ich eine Landschaftsarchitektin in der Gruppe habe.

00:20:18.310 --> 00:20:27.420
Die ist dann so fortgeschritten, dass sie am Anfang denkt, sie macht die Übungen lieber alleine, weil die Gruppe sie vielleicht bremst.

00:20:27.420 --> 00:20:36.260
Das ist mir auch im digitalen Semester nicht gelungen, diesen Vorbehalt zu brechen.

00:20:36.260 --> 00:20:44.930
Es war auch dieses Semester wieder so, dass die Landschaftsarchitektin alleine die Lehre gemacht hat.

00:20:44.930 --> 00:20:51.860
Daran kann man es immer sehr gut erkennen, wer dann letztlich im Examen zusammen präsentiert.

00:20:51.860 --> 00:21:01.730
Vielleicht muss ich zur Erläuterung noch sagen, dass in meiner Lernbar in jeder einzelnen Woche kleine Fragmente erarbeitet werden,

00:21:01.730 --> 00:21:06.320
passend zu dem Lernstoff, die dann Bestandteil des Examens werden.

00:21:06.320 --> 00:21:10.970
Deswegen ist es von Anfang an so, dass Menschen sich oder Studierende sich zusammentun,

00:21:10.970 --> 00:21:19.020
um in einer Gruppe vorzubereiten und in der Gruppe eben diese kleinen Arbeitspakete schon zu erarbeiten,

00:21:19.020 --> 00:21:25.740
um nachher gut vorbereitet zu sein für die Examen.

00:21:25.740 --> 00:21:30.800
Das ist eine ganz wichtige Frage, ich danke Ihnen, dass Sie die stellen und deswegen bin ich auch so froh,

00:21:30.800 --> 00:21:35.750
dass ich diese Freitagsveranstaltung habe, weil das erste, was wir in der Freitagsveranstaltung machen:

00:21:35.750 --> 00:21:43.600
Wir einigen uns auf einen gemeinsamen Wertekodex und es kann unter Umständen drei Stunden dauern.

00:21:43.600 --> 00:21:50.550
Das Ziel ist es, maximal zehn Werte und die in einer bestimmten Reihenfolge nach Prioritäten zu sortieren

00:21:50.550 --> 00:21:55.270
Das geht manchmal in der Stunde, wenn die Gruppe sowieso nah beisammen ist.

00:21:55.270 --> 00:22:04.000
Aber manchmal kann das drei Stunden dauern und zu sehr viel Konfrontation führen, zu sehr viel Auseinandersetzung, weil einfach,

00:22:04.000 --> 00:22:09.580
ich sag mal, es gibt manche Kulturkreise, die einfach Frauen noch nicht so in der Gleichberechtigung sehen.

00:22:09.580 --> 00:22:16.300
Und wenn ich so jemanden dabei habe und dann habe ich vielleicht jemanden, der sehr emanzipiert nach vorne geht.

00:22:16.300 --> 00:22:22.360
Dann prallen die Welten, die Kulturen aufeinander und dann kann ich nicht anders, als erst einmal diesen Wertekodex zu etablieren.

00:22:22.360 --> 00:22:31.900
Sonst habe ich keine Chance, eine gute Lehre zu machen. Und darauf nagel ich die Leute auch fest, die müssen diesen Wertekodex dann auch unterschreiben.

00:22:31.900 --> 00:22:41.680
Die verpflichten sich, das in dieser Lehrveranstaltung als gültigen Wertekodex für das Team, für das Lernteam einzuhalten.

00:22:41.680 --> 00:22:51.170
Das ist sozusagen meine Grundlage, um die ganzen Kulturen und Religionen zusammenzubringen und zur Zusammenarbeit vorzubereiten.

00:22:51.170 --> 00:23:07.610
Muss man im normalen Leben ja auch machen, wenn man interkulturell zusammenarbeitet. Macht man formell oder man macht es irgendwie so nebenbei aber,

00:23:07.610 --> 00:23:17.870
es war auf jeden Fall ein riesen Mehraufwand. Das Sommersemester hat mich wirklich sehr, sehr viel Zeit gekostet.

00:23:17.870 --> 00:23:26.910
Das Erstellen der Unterrichtsmaterialien, das Besorgen von Technik und diese ganzen informellen Gespräche und auch,

00:23:26.910 --> 00:23:31.130
dass jede Sequenz länger gedauert hat. Das hat mich ein Vielfaches,

00:23:31.130 --> 00:23:37.190
ich würde sagen dreimal so viel Zeit gekostet wie sonst. Das würde im nächsten Semester weniger werden,

00:23:37.190 --> 00:23:42.260
weil ich ja schon zurückgreifen kann auf Erfahrungen und mein Material schon ganz gut digitalisiert ist.

00:23:42.260 --> 00:23:54.680
Aber trotzdem dauert es einfach länger. Also ich hab ja, wie gesagt, vor einem Jahr schon das Zertifikat gemacht, weil ich die Vorstellung habe,

00:23:54.680 --> 00:24:00.140
dass in Zukunft Universität sowieso ganz anders aussehen wird und vielleicht auch so etwas

00:24:00.140 --> 00:24:05.590
wie Universitäten sich vielmehr öffnen und auch anderen Menschen zur Verfügung stehen.

00:24:05.590 --> 00:24:12.770
Das hängt unter anderem damit zusammen, dass ich so lange in der Entwicklungszusammenarbeit gearbeitet habe und da verstanden habe,

00:24:12.770 --> 00:24:17.960
wie viele Menschen sich wissen aus dem Internet holen über YouTube Kanäle über Unis,

00:24:17.960 --> 00:24:24.080
die kostenfreies Material zur Verfügung stellen und was man alles digital lernen kann.

00:24:24.080 --> 00:24:29.930
Da bin ich immer auch auf der Suche und am Weiterlernen dazu.

00:24:29.930 --> 00:24:33.960
Deswegen hatte ich letztes Jahr schon den Wunsch, meine Lehre sukzessiv so zu verändern,

00:24:33.960 --> 00:24:42.780
dass ich sage mal das Fachwissen in der Konserve anbieten, möglichst gut und das immer wieder nutzen kann.

00:24:42.780 --> 00:24:49.700
Und diese ganzen zwischenmenschlichen Prozesse, die eben auch zum Lernen gehören und geradezu der Lehre,

00:24:49.700 --> 00:24:52.430
wie ich sie mache oder zu den Fächern, wie ich sie unterrichte

00:24:52.430 --> 00:25:04.740
dazu gehören. Dass ich  die in so einer Situation, sei es jetzt digital oder analog, natürlich immer eins zu eins so machen will.

00:25:04.740 --> 00:25:07.700
Und ich denke auch, dass Zukunft in der Lehre einfach so sein wird,

00:25:07.700 --> 00:25:13.630
dass wir uns für eine gewisse Zeit treffen, kennenlernen, Beziehungen bilden, Vertrauen bilden.

00:25:13.630 --> 00:25:20.280
Und dann wird jeder digital den Stoff lernen und auch anwenden.

00:25:20.280 --> 00:25:25.700
Und dann wird es Evaluierungen geben. Also ich glaube, dass sich das alles verändern wird.

00:25:25.700 --> 00:25:41.360
Da war ich sehr froh, dass ich das jetzt mal so erleben durfte. Ja, ich finde es total spannend.

00:25:41.360 --> 00:25:49.400
Mein Fazit aus dem Ganzen ist: Ich brauche dringend bessere Technik, einen besseren Computer, bessere Kameras, bessere Mikrofone.

00:25:49.400 --> 00:25:54.410
Das spielt eine entscheidende Rolle in der Qualität. Ich muss mir mehr Zeit nehmen für die Vorbereitung.

00:25:54.410 --> 00:26:02.660
Meine Konserven zum Teil auch nochmal verbessern. Mein Fazit ist auch, dass ich immer weiter lernen will oder sollte oder muss.

00:26:02.660 --> 00:26:08.570
Was gibt es für neue Tools? Wie kann man die verbessern? Dass ich da einfach am Ball bleibe.

00:26:08.570 --> 00:26:11.900
Ich denke, da hat die Entwicklung auch angefangen.

00:26:11.900 --> 00:26:21.140
Und ähnlich wie mit meinem Sohn, von dem ich sehr viel lerne, was Technik betrifft, hab ich von meinen Studierenden sehr viel gelernt.

00:26:21.140 --> 00:26:23.760
Wir haben zum Teil die Rollen getauscht.

00:26:23.760 --> 00:26:32.550
Die Lehrenden waren meine Studierenden, und ich war der Studierende, und ich glaube, das wird in manchen Teilbereichen mehr und mehr so werden.

00:26:32.550 --> 00:28:09.600
Und das ist auch in Ordnung so. Das ist ganz gut für die Demut.