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00:00:02.450 --> 00:00:04.040
Mein Name ist Hannah Rahel Jäkle.

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Ich arbeite an der Philipps-Universität Marburg, bin dort im Fachbereich 21 und arbeite am Institut für Erziehungswissenschaften.

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In der AG außerschulische Jugendbildung. Die Lehre in Nicht Corona Zeiten ist als Präsenzlehre aufgebaut.

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Ich gebe sowohl Seminare als auch Vorlesungen. Die zentralen Herausforderungen bei der digitalen Umstellung lagen darin,

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dass sehr unterschiedliche Voraussetzungen bei den Studierenden gegeben waren, die wir natürlich berücksichtigen sollten und wollten.

00:00:40.680 --> 00:00:42.990
Wir konnten also nicht unbedingt davon ausgehen,

00:00:42.990 --> 00:00:48.990
dass alle Studierenden die entsprechenden digitalen Endgeräte haben und die entsprechende Infrastruktur,

00:00:48.990 --> 00:00:56.370
um an sehr aufwendigen Lehrgelegenheiten und Methoden teilzunehmen.

00:00:56.370 --> 00:01:02.850
Eine Herausforderung lag auch darin, dass es dann doch recht kurzfristig war und schon fertiggestellte Konzepte,

00:01:02.850 --> 00:01:11.020
möglichst passgenau ins digitale umgestaltet werden sollten.

00:01:11.020 --> 00:01:19.840
Es findet absolut keine Präsenz statt, sämtliche Lehrveranstaltungen werden digital abgehalten, an der Universität Marburg benutzen wir dafür ILIAS,

00:01:19.840 --> 00:01:30.660
das heißt, die Lehre findet über ILIAS und oder über Mail Kontakt zwischen Lehrenden und Studierenden statt.

00:01:30.660 --> 00:01:38.880
Das Feedback der Studierenden ist recht unterschiedlich, was daran liegt, dass die Studierenden sehr unterschiedliche Vorlieben haben.

00:01:38.880 --> 00:01:47.250
Im Großen und Ganzen ist es für das Seminar, das ich gegeben habe, sehr positiv ausgefallen, wenn auch einige Studierende angemerkt haben,

00:01:47.250 --> 00:01:56.010
dass sie mit der allgemeinen Situation überfordert waren, was nicht spezifisch am Seminar, sondern eben an den Umständen lag.

00:01:56.010 --> 00:02:01.320
Mein Seminar beschäftigte sich mit Medienpädagogik und war derart aufgebaut,

00:02:01.320 --> 00:02:06.000
dass ich in Zusammenarbeit mit der Seminar A-Gruppe ein Selbstlernmodul erstellt habe.

00:02:06.000 --> 00:02:11.700
Es war eine kollaborative Arbeit.

00:02:11.700 --> 00:02:18.130
Und bei einer Selbstlerneinheit in ILIAS, kann man sich ein Modul didaktisch aufbereiteter digitaler Inhalte vorstellen,

00:02:18.130 --> 00:02:21.430
bestenfalls inklusive interaktiver Übungen,

00:02:21.430 --> 00:02:28.990
die zum eigenständigen und selbstgesteckte, selbst gesteuerten Lernen über digitale Internetendgeräte stattfinden kann.

00:02:28.990 --> 00:02:32.890
Der Einsatzzweck in meinem Kontext war mehrfach.

00:02:32.890 --> 00:02:38.650
Zum einen war es ein gut geeignetes Einsatz Tool für die digitale Lehre, die ich machen wollte.

00:02:38.650 --> 00:02:44.770
Also auf einer basalen Ebene konnte es gut genutzt werden, um entsprechende Informationen an die Studierenden zu vermitteln.

00:02:44.770 --> 00:02:52.840
Zum anderen war es aber auch eine Möglichkeit, interaktive Formate einzubinden und zwar nicht nur, weil sie interaktiv arbeiten sollten,

00:02:52.840 --> 00:02:59.590
sondern auch, weil es eine dauerhafte Sicherung der Ergebnisse dieser Arbeitsphasen für die Studierenden sicherstellt.

00:02:59.590 --> 00:03:04.750
Sie konnten sich selbst überlegen: Was sind notwendige Anforderungen an digitale Inhalte?

00:03:04.750 --> 00:03:07.810
Wie muss etwas gestaltet werden? Wie muss das aufgebaut sein?

00:03:07.810 --> 00:03:16.720
Das heißt, Sie haben sich nicht nur thematisch, sondern auch gleich methodisch mit Ihrem Seminar Thema auseinandergesetzt.

00:03:16.720 --> 00:03:22.480
Das Selbstlernmodul und die Einheit dieser Herstellungsprozess war derart gestaltet,

00:03:22.480 --> 00:03:29.590
dass ich das Seminar schon vorab in Level unterteilt habe, also Level, die passend zu den Inhalten aufbereitet waren.

00:03:29.590 --> 00:03:36.940
Dann folgte darauf immer die Aufgabenstellung für die Arbeitsphasen der Seminar Gruppe mit einem entsprechenden Hinweis darauf,

00:03:36.940 --> 00:03:40.180
wie sie sich in ILIAS organisieren und strukturieren können,

00:03:40.180 --> 00:03:48.640
das heißt simultan zum Selbstlernmodul gab es für jedes Level in ILIAS einen eigenen Bereich, eigene Ordnerstrukturen,

00:03:48.640 --> 00:03:54.670
in denen beispielsweise Chats und Etherpads angelegt waren, in denen die Studierenden aber auch frei ausprobieren konnten.

00:03:54.670 --> 00:03:59.770
Dort haben sie dann die Aufgabenstellung bearbeitet, die Inhalte für sich erschlossen, die dort bereitstanden,

00:03:59.770 --> 00:04:03.670
haben selbst überlegt In welcher didaktischen Form kann man das am besten präsentieren,

00:04:03.670 --> 00:04:12.550
damit es eine gute Passung in ein digitales, Selbstlernmodul hat und kurz bevor das nächste Level gestartet ist, bevor das freigegeben wurde,

00:04:12.550 --> 00:04:15.070
sollte die Aufgabe dann fertig bearbeitet sein.

00:04:15.070 --> 00:04:23.890
Ich war in der Zeit zum Feedback geben, Fragen beantwortet und als Input Quelle für die Studierenden ansprechbar.

00:04:23.890 --> 00:04:36.030
Habe mich auch in Kleingruppenarbeiten in der Organisation immer mal wieder gemeldet und Feedback dazu gegeben, was sie gerade erstellen.

00:04:36.030 --> 00:04:40.920
Ein wichtiger Punkt für die Motivation der Studierenden war,

00:04:40.920 --> 00:04:45.990
dass ich am Anfang versucht habe, eine persönlichere Beziehung herzustellen,

00:04:45.990 --> 00:04:51.420
indem ich mich selbst vorgestellt habe, indem ich per Video zu sehen war und ganz genau den Aufbau erklärt habe.

00:04:51.420 --> 00:04:57.720
Und das Vorhaben des Moduls? Indem ich sie abgefragt habe, was ihre Interessen und Wünsche sind,

00:04:57.720 --> 00:05:02.160
konnte ich die Themen möglichst genau auf das anpassen, was sie tatsächlich interessiert hat.

00:05:02.160 --> 00:05:11.640
Was als sehr positiv gefeedbacked wurde. So konnte ich beispielsweise Praxisbeispiele aus zukünftigen Berufswünschen aufgreifen, was ja hilfreich war.

00:05:11.640 --> 00:05:19.760
Das Feedbackverhalten war besonders wichtig. Das habe ich auch von mehreren Studierenden individuell gemeldet bekommen nachher per Mail,

00:05:19.760 --> 00:05:30.830
dass es ein Gefühl der Betreuung und das weniger allein Seins im Studium der digitalen Art ermöglicht hat.

00:05:30.830 --> 00:05:36.590
Die selbst ernannten Lerneinheiten, die wir erstellt haben, befindet sich im Moment noch im Verarbeitungsprozess.

00:05:36.590 --> 00:05:47.480
Wenn das überarbeitet ist, wird das in den frei zugänglichen Bereich der ILIAS, des ILIAS, für unsere Universität gestellt.

00:05:47.480 --> 00:05:54.320
Was ich auf jeden Fall machen würde, ist noch früher eine Gruppenbildung zu initiieren und zu unterstützen.

00:05:54.320 --> 00:05:57.620
Das liegt daran, dass asynchrone Lehrer besondere Herausforderungen hat.

00:05:57.620 --> 00:06:02.880
Und dann ist es sehr, sehr schwer, den Studierenden die Gruppenorganisation völlig selbst zu überlassen.

00:06:02.880 --> 00:06:05.360
Und dann würde ich mit festen Kleingruppen arbeiten,

00:06:05.360 --> 00:06:10.250
damit die Verbindlichkeit gestärkt wird und nicht zwei Leute ein Thema ganz alleine behandeln müssen.

00:06:10.250 --> 00:06:17.480
Ich würde noch stärker und noch früher ins Feedback gehen, was allerdings eine sehr zeitaufwendige Angelegenheit ist.

00:06:17.480 --> 00:06:23.510
Und was mir gemeldet wurde, ist, dass ein deutlicheres Aufzeigen des Gesamten hilfreich gewesen wäre.

00:06:23.510 --> 00:06:40.600
Am besten anhand eines Schaubild.